Straßenbahn blockiert, Zeugen umgefahren: Neuer Prozess in Mainz

Ein Mann blockierte in Mainz eine Straßenbahn und fuhr beim Fluchtversuch zwei Zeugen an. Nun muss der Fall teilweise neu vor dem Landgericht verhandelt werden.

Straßenbahn blockiert, Zeugen umgefahren: Neuer Prozess in Mainz

Der Fall eines Mannes, der in Mainz eine Straßenbahn blockiert und bei seiner Flucht zwei Zeugen verletzt haben soll, wird teilweise neu verhandelt. Das teilt das Landgericht Mainz mit. Der Prozess beginnt am Donnerstag (15. Januar).

Dem heute 25-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, am 28. November 2022 in Mainz mit einem gemieteten Auto eine Straßenbahn blockiert zu haben. An dem Fahrzeug soll er ein falsches Kennzeichen angebracht haben. Als Straßenbahnfahrer ihn darauf ansprachen und die Polizei verständigen wollten, soll der Mann in sein Auto gestiegen und davongefahren sein.

Zeugen bei Fluchtversuch verletzt

Laut Anklage beschleunigte der Mann so stark, dass ein Zeuge, der ihn am Wegfahren hindern wollte, über die Motorhaube rutschte und auf die Straße fiel. Er erlitt dabei Prellungen. Ein weiterer Zeuge wurde an der Hand verletzt. Der Fahrer flüchtete anschließend vom Unfallort.

Das Landgericht Mainz hatte den Mann bereits am 15. November 2023 zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt – unter anderem wegen Betrugs, Computerbetrugs, Urkundenfälschung und vorsätzlicher Körperverletzung. Auf die Revision der Staatsanwaltschaft hin hob der Bundesgerichtshof das Urteil jedoch in Teilen wieder auf. Die Verurteilung wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort sowie die Höhe der Gesamtstrafe werden nun neu verhandelt.