Wegen Neubaugebiet: Kostheimer fürchten überfüllte Busse

Rund 800 Wohnungen sollen in Kostheim auf dem ehemaligen Linde-Gelände entstehen. Der Stadtteil bekommt dann neue Bewohner, und eventuell auch neue Busverbindungen.

Wegen Neubaugebiet: Kostheimer fürchten überfüllte Busse

Wer mit den Linien 55 oder 54 zwischen Mainz und Kostheim unterwegs ist, und an der Haltestelle „Rampe“ aussteigt, steht im Moment in unmittelbarer Nähe der Großbaustelle auf dem ehemaligen Lindeareal. Dort soll in den kommenden Jahren ein neues Wohnquartier entstehen. Aktuell sind etwa 800 Wohnungen geplant, und passend dazu auch eine Kindertagesstätte.

Von der Ruine zur Baustelle

Diese Pläne kennt auch Merkurist-Leser Manuel. In einem Snip hat er gefragt, ob die Busverbindungen dann entsprechend angepasst werden. Ihm ist aufgefallen, dass die Fahrzeuge schon jetzt oft voll besetzt sind mit Wiesbadenern und Mainzern, die die Route nutzen, um zwischen Kostheim und der Mainzer Innenstadt zu pendeln.

Leser Philippe macht sich im Moment noch keine Gedanken darüber, ob die Plätze für die neuen Bewohner reichen werden:

Dass es bis zu den Einzügen noch eine Weile hin ist, zeigt auch der aktuelle Stand der Baustelle. Zwar hatte ein Investor bereits 2012 die Fläche gekauft, doch bis die Abrissgenehmigung vorlag, dauerte es noch rund fünf Jahre. Erst 2018 starteten die Arbeiten auf der Fläche mit der Größe von rund 15 Fußballfeldern.

Durch die vielen Schritte, war auch für den zuständigen Architekten Peter Gresser von Anfang an klar: „Wie lange der Wohnungsbau dauert, kann man nicht absehen. Aber gehen Sie mal mindestens von fünf bis zehn Jahren aus.“ Dabei rechnete er alleine für die Abrissarbeiten mit zwei Jahren Dauerbaustelle.

Neue Anbindungen möglich

Die Chancen für die zukünftigen Kostheimer stehen aber gut, dass sie pünktlich zum Einzug auch den Bus nehmen können: Das Mainzer Verkehrsforum hat sich nämlich im Sommer 2018 darauf geeinigt, dass einige Busse in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt umgetaktet werden müssen. Oberstes Ziel ist es dabei, Wohnquartiere langfristig besser an die Innenstadt anzubinden. Die Mainzer Mobilität prüft derzeit Vorschläge von Bürgern gemeinsam mit den Ortsvorstehern und sucht eine Lösung, wie zusätzliche Verbindungen finanziert werden können, und welche Busse stattdessen in Zukunft mit weniger Fahrten auskommen könnten. Nach aktuellen Planungen soll es frühestens Ende des Jahres erste Änderungen geben (wir berichteten). (ms)

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