Was tun, wenn der Notruf in Mainz nicht mehr funktioniert?

Die Stadt Mainz hat einen Plan für den Ernstfall vorgestellt. Wenn Telefon- und Handynetze ausfallen, sollen 39 spezielle Meldestellen im Stadtgebiet die Notrufversorgung sicherstellen.

Was tun, wenn der Notruf in Mainz nicht mehr funktioniert?

Was tun, wenn bei einem großflächigen Stromausfall oder einer Störung der Kommunikationsnetze der Notruf 110 oder 112 nicht mehr erreichbar ist? Für dieses Szenario hat die Stadt Mainz nun ein neues Konzept vorgestellt.

Kern des Plans sind 39 sogenannte Notfallmeldestellen (NMS), die im gesamten Stadtgebiet verteilt sind. Diese mobilen und stationären Anlaufpunkte sollen im Ernstfall sicherstellen, dass sich für alle Bürger eine Meldestelle in einem Umkreis von maximal einem Kilometer befindet. Die Standorte sind bewusst an leicht auffindbaren Orten wie den Gerätehäusern der Freiwilligen Feuerwehren, Rettungswachen, Polizeidienststellen oder auch an Supermärkten und Apotheken geplant. Dort kann Personal Notrufe aufnehmen und per Funk an die Leitstellen weiterleiten. „Mit den Notfallmeldestellen schaffen wir für die Mainzer und Mainzerinnen eine verlässliche Struktur in außergewöhnlichen Lagen“, erklärt Oberbürgermeister Nino Haase.

Appell zur Eigenvorsorge: Was Bürger selbst tun können

Die Verantwortlichen betonen jedoch, dass die Meldestellen ausschließlich dazu dienen, Notrufe abzusetzen. „Die Notfallmeldestellen sind keine Versorgungsstellen“, stellt Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Stefan Behrendt klar. Sie würden die Bevölkerung nicht mit Strom oder anderen Ressourcen versorgen.

Deshalb sei die Eigenvorsorge der Bürger entscheidend. „Haushalte, die sich im Notfall für mindestens 72 Stunden selbst versorgen können, sind eine große Entlastung für alle Beteiligten“, so Behrendt weiter. So könnten sich Einsatzkräfte gezielt um Menschen kümmern, die auf unmittelbare Hilfe angewiesen sind. Zur grundlegenden Vorsorge gehören laut Experten ausreichend Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, notwendige Medikamente und ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio.