Weinhaus „Templer“ folgt auf „Bodega“

In der Holzstraße eröffnet bald ein neues Lokal: Das Weinhaus „Templer“ setzt auf einen Mix aus Tradition und Moderne. Wir haben mit den neuen Pächtern des ehemaligen „Bodegas“ gesprochen.

Weinhaus „Templer“ folgt auf „Bodega“

Der neue Torbogen deutet bereits darauf hin: Im ehemaligen „Bodega“ passiert etwas. Anfang des Jahres hatte die Kneipe zugemacht - nach 15 Jahren mit Kult-Wirtin Betty und insgesamt beinahe 40 Jahren. Dass auch danach ein Gastronomiebetrieb einziehen sollte, war von Anfang an klar. „Der Verpächter, die Freimaurerloge ‘Freunde zur Eintracht’, hatte viele Angebote“, sagt Alexander Schäfer. Er und Jutta Amersberger setzten sich am Ende mit ihrem Konzept durch. Bald eröffnen sie in der Holzstraße das Weinhaus „Templer“.

Der Name ist in Mainz kein unbekannter: Vor einigen Jahren hieß eine Gaststätte in der Kapuzinerstraße ebenfalls „Templer“. 2012 hatten Pierre und seine Tochter Murielle Stadelmann das Lokal geschlossen. Mit dem neuen Weinhaus hat der frühere „Templer“ allerdings nichts zu tun. „Wir haben uns für den Namen entschieden, weil er zur Tempelmauer in dem Lokal passt“, so Schäfer. Die Mauer ist etwa 1000 Jahre alt und bildet an einer Seite die Wand des Lokals. „Pierre war damit einverstanden, dass wir unser Weinhaus auch so nennen.“

Tradition und Moderne

Im Weinhaus „Templer“ sollen traditionelle auf moderne Elemente treffen. „Bei Weinhäusern gibt es meistens entweder oder - wir wollen beides“, sagt Jutta Amersberger. Das fängt bereits bei der Einrichtung an: Blickfang des Lokals ist die Tempelmauer, aber auch einige Holzelemente des „Bodegas“ wurden übernommen. Ansonsten ist vieles neu: „Wir haben seit April sehr viel renoviert: Wände, Theke, Toiletten.“ Auch der Innenhof wurde neu gestaltet und soll eine „kleine Oase“ in der Altstadt werden. „Er hat einen ganz eigenen Charme. Es ist sehr ruhig, weil es keine störenden Autos gibt“, sagt Schäfer.

Die Mischung aus modern und traditionell soll sich auch in der Speisekarte wiederfinden. Einerseits gibt es die klassischen Gerichte wie Schnitzel oder Steak mit Kartoffelstampf, andererseits soll es auch Bowls und „rheinhessische Tapas“ geben. „Zum Beispiel ‘Handkäs Tartar’ oder Carpaccio vom Saumagen“, so Amersberger.

Frank Brunswig stellte Weinkarte zusammen

Außerdem stehen insgesamt 60 Weine auf der Karte, die meisten davon aus der Region. „Der Koch Frank Brunswig hat die Weinkarte für uns zusammengestellt“, erzählt Amersberger. Auf dieser soll jeder etwas finden: Von der günstigen Rieslingschorle bis zum feineren Wein. Generell sollen die Preise für Essen und Trinken moderat sein. „Jeder Mainzer kann zu uns kommen und seinen Schoppen trinken. Wir wollen, dass es ein Lokal für Jung und Alt wird“, so Schäfer.

Das Weinhaus soll Dienstag bis Donnerstag von 16 Uhr bis etwa 24 Uhr geöffnet sein. Freitag bis Sonntag macht es bereits um 11 Uhr auf, Montag ist Ruhetag. Ein genauer Eröffnungstermin steht noch nicht fest. „Es wird etwa noch zwei Wochen dauern“, so Schäfer. Dann soll es auch eine Eröffnungsfeier geben.

Was auf dem Torbogen steht

Und was steht eigentlich auf dem Torbogen am Eingang? Wie Schäfer erklärt, heißt es da in altgriechischer Schrift: „Erkenne dich selbst“. Das habe allerdings nichts mit dem Weinhaus selbst zu tun. „Den Bogen hat die Loge aufgestellt, unabhängig davon, welches Lokal reinkommt.“ Bereits in den 60er Jahren habe an dieser Stelle ein Torbogen gestanden. Für den „Templer“ sei der neue Bogen ein großer Vorteil. Schäfer sagt: „Er macht schon viel her und sorgt dafür, dass unser Weinhaus noch sichtbarer wird.“

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