Die Stadt Mainz will leere Schaufenster in der Innenstadt künftig mit einem kreativen Gestaltungskonzept aufwerten. Wie das Wirtschaftsdezernat und die Wirtschaftsförderung mitteilen, sollen die ungenutzten Flächen mit Folien beklebt werden, um das Stadtbild zu beleben.
Zwar sei die Leerstandsquote in Mainz mit aktuell 6,5 Prozent recht niedrig, dennoch beeinträchtigen leere Ladenlokale die Aufenthaltsqualität. Um dem entgegenzuwirken, wurde gemeinsam mit der Agentur Alma und der Illustratorin Sophie Hertrich das neue Konzept entwickelt. „Mit den gestalteten Schaufenstern machen wir Leerstände wieder zu einem positiven Teil des Stadtbilds und wollen diese optisch aufwerten und die Einkaufsstraßen lebendiger wirken lassen“, erklärt Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz.
Mainzer Motive im Wimmelbild-Stil
Kern des Konzepts ist eine detailreiche Illustration im Stil eines Wimmelbilds. Dafür wird eine milchig-durchscheinende Folie verwendet, die weiterhin Tageslicht in die Läden lässt und die Räume für Besichtigungen sichtbar hält. Das Design ist so flexibel, dass es für jede Schaufenstergröße angepasst werden kann.
„Als Motive greifen wir bewusst typische und identitätsstiftende Elemente der Stadt Mainz auf: unseren Dom, St. Stephan, den Rhein, den Fastnachtsbrunnen, das Mainzer Rad, Wein als Teil der regionalen Kultur sowie Szenen des urbanen Lebens und des Nahverkehrs“, so Matz. Die Auswahl solle eine emotionale Ansprache und lokale Identifikation schaffen.
Eigentümer und Interessenten zusammenbringen
Die Folien enthalten zudem eine Verlinkung zur Leerstands- und Ansiedlungsplattform „LeAn“ der Stadt Mainz. Diese soll Eigentümer und Gründungsinteressierte zusammenbringen und so die Vermittlung von Gewerbeflächen erleichtern.
Bei der Finanzierung setzt die Stadt auf ein gemeinschaftliches Modell aus einem Eigenanteil der Eigentümer und Zuschüssen der Wirtschaftsförderung. „Eigentümerinnen und Eigentümer, die Teil des Projekts werden möchten, können sich jederzeit an das Wirtschaftsdezernat oder an die Wirtschaftsförderung wenden“, sagen Manuela Matz und Teresa Klug, Abteilungsleiterin der Wirtschaftsförderung.
Weitere Informationen zum Projekt sowie zur Plattform LeAn und den Unterstützungsangeboten der Wirtschaftsförderung sind auf der Website der Wirtschaftsförderung Mainz unter zu finden.