Mainzer Uni bietet Lernpausen mit Besuchshunden an

Studierende in Mainz können im Wintersemester mit den Besuchshunden Cian oder Juni eine Auszeit vom Uni-Alltag nehmen. Die kostenlosen Termine sind ab dem 1. Oktober buchbar.

Mainzer Uni bietet Lernpausen mit Besuchshunden an

Im kommenden Wintersemester bietet Healthy Campus Mainz Studierenden der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) eine besondere Möglichkeit für eine Lernpause: Beim Pilotprojekt „JGU-Pfotenpause“ können sie Zeit mit ausgebildeten Besuchshunden verbringen. Die Termine sollen dabei helfen, während des Studienalltags Stress abzubauen und für eine Weile Abstand vom Lernen zu gewinnen.

Das kostenlose Angebot läuft von Oktober bis Dezember 2026. Die Termine können ab dem 1. Oktober online gebucht werden. Die Treffen finden jeweils im 1:1-Setting mit einer Studentin oder einem Studenten, einem Hund und dessen Hundeführerin statt. Das Angebot wird durch eine finanzielle Förderung des JGU-Präsidiums ermöglicht.

So läuft die „Pfotenpause“ ab

Wie die „Pfotenpause“ gestaltet wird, können die Teilnehmer selbst entscheiden. Möglich sind beispielsweise Streicheleinheiten, ein Spaziergang über den Campus oder das Einüben kleiner Tricks. Die Treffen finden in der Infobox auf dem JGU-Campus statt und können je nach Wetterlage auch im Freien stattfinden. Dabei soll jedoch auch stets auf das Wohlbefinden und die Tagesform des Hundes geachtet werden.

Zur Auswahl stehen zwei Besuchshunde mit unterschiedlichen Charakteren. Cian ist bewegungsfreudig und lernmotiviert. Zu seinen Vorlieben gehören unter anderem Schnüffelspiele und Parcours. Juni hat ein ruhigeres Wesen und mag vor allem Streicheleinheiten sowie Spaziergänge. Welcher Hund die Lernpause begleitet, können die Studierenden bereits bei der Buchung auswählen.

Warum Tiere beim Abschalten helfen können

Hinter dem Angebot steht die wissenschaftlich untersuchte Wirkung von Tierkontakt auf das menschliche Wohlbefinden. Studien zeigen laut Healthy Campus Mainz, dass Tierkontakt Stress reduzieren und das Wohlbefinden steigern kann. Zudem wird der Kontakt mit Tieren mit einer Senkung des Blutdrucks und der Herzfrequenz sowie einer verbesserten Herz-Kreislauf-Gesundheit in Verbindung gebracht. Darüber hinaus können Tiere soziale Unterstützung bieten, Einsamkeit verringern und in belastenden Situationen emotionale Unterstützung leisten. Auch mit Blick auf Symptome von Depressionen und Angststörungen werden mögliche positive Effekte beschrieben.

Das Projekt geht auf einen konkreten Wunsch aus der Studierendenschaft zurück. Ein Beitrag von Healthy Campus Mainz in den sozialen Medien zum Thema Tierkontakt und Gesundheit stieß auf große Resonanz. Viele Studierende äußerten dabei den Wunsch nach mehr Möglichkeiten für Tierkontakt auf dem Campus. Mit der „JGU-Pfotenpause“ wird dieses Interesse nun in einem zeitlich begrenzten Pilotprojekt aufgegriffen.