Das ändert sich jetzt bei den Leihrädern

Mit dem Leihfahrrad von Mainz nach Wiesbaden, Budenheim oder Ingelheim fahren? Das ist jetzt möglich. Die Verleiher MVGmeinRad und ESWEmeinRad haben sich zusammengeschlossen. Dadurch gibt es einige Änderungen.

Das ändert sich jetzt bei den Leihrädern

Die Mainzer Mietfahrräder funktionieren ab jetzt städteübergreifend. Die Leihsysteme MVGmeinRad und ESWEmeinRad werden miteinander verbunden, von nun an können die Mieträder also in Wiesbaden und Mainz genutzt werden. Wie die Mainzer Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) sagt, sei der Radverkehr in den vergangenen Jahren so stark angestiegen, dass die Infrastruktur dafür angepasst werden musste. Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) sagt: „Uns war klar: Wenn wir dem steigenden Verkehr Rechnung tragen wollen, müssen wir zusammenarbeiten.“

Doch nicht nur die Systeme von Mainz und Wiesbaden wurden verbunden, auch Ingelheim und Budenheim sind von nun an eingeschlossen. Die Nutzer können die Fahrräder also in Mainz, Wiesbaden, Budenheim und Ingelheim ausleihen und in einer der anderen Städte wieder abgeben.

Das hat sich verändert

Die Mietsysteme in Wiesbaden und Mainz waren bisher sehr unterschiedlich. Durch die Vereinheitlichung der Systeme ändert sich vor allem für Mainzer Kunden einiges: Die für Mainz üblichen Andockstationen wurden durch neue, grün markierte Fahrradständer ergänzt. Hier ist es jetzt möglich, die Fahrräder durch elektronische Schlösser, die direkt an den Fahrrädern angebracht sind, über eine App zu öffnen und zu schließen. Dadurch können die Mieträder jetzt auch abseits der festen Stationen kurz zwischengeparkt werden.

Bisher wurden in Mainz fünf dieser Stationen gebaut: am Krongarten in Gonsenheim, im Mühlweg in Bretzenheim, in der Friedrich-Ebert-Straße in Weisenau und in der Ricarda-Huch-Straße in Hartenberg-Münchfeld. Katrin Eder kündigt an: „ Weitere neue Stationen werden in den nächsten Wochen und Monaten folgen. Das wird vor allem die Menschen in den Mainzer Stadtteilen freuen, die nicht so innenstadtnah liegen.“

Die alten Andockstationen mit ihrem Kartensystem sind aber weiterhin verfügbar. Nutzer können sie jetzt auch zusätzlich über die App bedienen. Wie schon in Wiesbaden läuft die Ausleihe an den neuen Stationen aber ausschließlich über die dafür entwickelte App. Die Fahrten werden weiterhin nach genutzter Fahrzeit abgerechnet. Die Tarife dafür haben sich aber geändert (den Link zu den Tarifen findet Ihr hier).

Eine Mehrfachausleihe ist seit dem Zusammenschluss nicht mehr möglich. Pro Account kann nur noch ein Rad ausgeliehen werden. „Das ist nicht so optimal, wenn man noch einen Freund mitnehmen will. Aber der kann sich ja jetzt auch ganz einfach die App runterladen und sich selbst ein Fahrrad ausleihen“, sagt Jochen Erlhof, Geschäftsführer von der Mainzer Mobilität. Es werde aber daran gearbeitet, die Mehrfachausleihe wieder zu ermöglichen.

Verbesserung der Infrastruktur für den Radverkehr

Um den Fahrradverkehr zwischen Wiesbaden und Mainz weiter zu fördern, ist zudem ein Radschnellweg in Planung. „Er soll am Wiesbadener Hauptbahnhof starten und über das Salzbachtal, die Klärwerke, die Wiesbadener Landstraße über die Kaiserbrücke oder entlang des Rheinufers zur Theodor-Heuss-Brücke führen, über die man dann nach Mainz fahren kann“, sagt der Wiesbadener Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne). An der Kaiserbrücke soll außerdem eine Auffahr-Rampe gebaut werden. (rk/pk)

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