Diese Lokale eröffnen trotz Corona

Eine schwere Zeit, um ein neues Lokal zu eröffnen: Dennoch gehen auch in der Corona-Krise einige Gastronomien in Mainz neu an den Start. Wir geben euch einen Überblick.

Diese Lokale eröffnen trotz Corona

Lockdown seit November und kein Ende absehbar: Momentan dürfen Gastronomien in Mainz nur liefern oder auf die Hand verkaufen. Auch das Biergarten-Intermezzo im März war schnell vorbei. Eigentlich eine schlechte Zeit, um ein neues Lokal zu eröffnen. Dennoch versuchen es einig mutige Gastronomen. Wir geben euch einen Überblick, welche Lokale zuletzt eröffnet haben und welche es in nächster Zeit noch vorhaben.

Caleo

Orientalische Suppe vom Kamel, Krokodilsteak und Bisonbratwürste: Die Speisekarte im neuen Restaurant „Caleo“ in der Rheinstraße ist alles andere als gewöhnlich. „Wir setzen neue kulinarische Highlights, die es so in Mainz bisher noch nicht gab“, sagt Geschäftsleiterin Ella Maaß gegenüber Merkurist. Seit dem ersten April können die Gäste direkt auf der Webseite und bei Mainz liefert bestellen. Sobald es die Corona-Regeln zulassen, wird zumindest der Außenbereich eröffnet.

Jonas im Templer

Das „Weinhaus Templer“ hat einen neuen Pächter: Koch Jonas Berger wird das Weinhaus übernehmen und dort ausgesuchte Weine und seine eigene Interpretation von internationalen Tapas anbieten. „Das kann ein heimischer Handkäs’, eine Trüffelpasta oder ein kleiner Burger sein, es kann aber auch etwas ganz Ausgefallenes werden, was man sonst nirgendwo bekommt“, sagt Berger. Aktuell wird das Weinhaus umgebaut. Eigentlich würde Berger gerne am 1. Mai eröffnen. „Ich kann mir aber nicht vorstellen, mit To-Go-Gerichten zu starten, deshalb machen wir es von den Regelungen abhängig.“

Rheinhattan Bar

„Alle Erlebnisse, die ich in den letzten Jahren hatte, fließen dort zusammen“, sagt der Barkeeper und Liquid Artist Markus Schuler über die „Rheinhattan Bar“. „Das wird praktisch mein Meisterstück.“ Deshalb soll das Konzept auch „außergewöhnlich“ werden. So muss man klingeln, um hineingelassen zu werden. „Die Einrichtung orientiert sich am Stil der Old English Bars mit Jugendstil-Elementen und Chesterfield-Couches.“ Auf der 16 Seiten langen Cocktail-Karte stehen neben den Klassikern auch Champagner-, Aperitif-, Liquid Arts-, Tiki- und alkoholfreie Cocktails.

Die Cocktailkarte steht also, das Team ist fast komplett und auch der 75 Quadratmeter große Gastraum, der Platz für 64 Gäste bietet, ist so gut wie fertig. „Aufmachen könnte ich im Juni. Aber ich glaube nicht, dass die uns aufmachen lassen“, sagt Schuler. Denn wegen steigender Inzidenzen sieht es derzeit nicht so aus, als dürften Bars bald wieder öffnen. Anstatt ohne Planungssicherheit einen Außenbereich einzurichten, den er bei Inzidenzen unter 100 öffnen darf oder Cocktails to go anzubieten, wartet er deshalb lieber noch mit der Eröffnung. Allerspätestens möchte er seine „Rheinhatten Bar“ aber am 1. Oktober öffnen.

Yuki

Seit 2006 führte Andreas Kugel-Mayer das beliebte Lokal „Chilli Pepper Rock Café“ in der Malakoff-Passage. Doch im vergangenen Jahr gab er auf und zog sich zurück. Trotz Lockdown wird dort in den nächsten Wochen ein neues Restaurant eröffnen: das „Yuki“. „Wir sind ein modernes asiatisches Restaurant und bieten unter anderem Gegrilltes, Sushi sowie viele neue, gesunde Gerichte und auch asiatische Cocktails an“, sagt Inhaberin Haisu Chen. Aus rund 100 Gerichten können Kunden dann auswählen. „Eigentlich hatten wir angepeilt, im April zu eröffnen, doch aufgrund des Lockdowns hoffen wir nun auf den 1. Mai.“

Goldisch

Zum 1. Juli 2020 schloss das Restaurant und Cafés „Hintz & Kuntz“ in der Fischtorstraße 1. Mit dem „Goldisch“ zieht ein neues Restaurant an den Liebfrauenplatz. Betrieben wird es von Alicia und Batu Aslan, die auch das „Heiliggeist“ führen. Gemeinsam mit Tilman Au hatte das Ehepaar das Gebäude erworben. Eigentlich war der Plan, es zu verpachten: „Leider haben wir keinen Pächter gefunden, der ein überzeugendes Konzept für diesen besonderen Standort hatte“, erklärt das Paar. Also entschieden sie sich trotz der aktuell schwierigen Lage dazu, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Mit dem „Goldisch“ soll eine junge Gastronomie in das Gebäude einziehen. „Das Speiseangebot wird von der Heimatküche bis zu internationalen Gerichten variieren“, erklärt das Paar. Die Karte besteht aus wechselnden und saisonalen Gerichten. Mittags gibt es eine kleinere Bistrokarte. Wann genau das Restaurant öffnen wird, steht noch nicht fest. Geplant ist die Eröffnung aber im Sommer.

Weinhaus Lösch

Seit Dezember hat das Traditionslokal Weinhaus „Lösch“ geschlossen. Doch das soll sich bald ändern: Mit Rodrigo Costa hat das Traditionslokal einen neuen Pächter gefunden, der vor allem auf Kontinuität setzt, aber dennoch kleine „Optimierungsmaßnahmen“ vornehmen möchte. „Wir legen sehr viel Wert auf unsere Stammgäste und wollen diesen auch das gewohnte Ambiente und den gewohnten Service bieten“, so Costa. In Zukunft will Costa aber auch neue Gäste für das Weinhaus gewinnen. So soll sich auch jüngeres Publikum in dem Traditionslokal wohlfühlen. Sobald alle Betriebsgenehmigungen vorliegen, will Costa das Lösch wieder eröffnen. „Am liebsten schon zum 1. Mai.“ Dann aber wegen Corona höchstens nur im Außenbereich und vorerst von 15 bis 20 Uhr.

Beviamo

Lange Zeit war unklar: Schließt das Restaurant „Vapiano“ am Mainzer Rheinufer oder schließt es nicht? Jetzt steht fest: es schließt. Nachfolger wird das italienische Restaurant „Beviamo“. Statt Selbstbedienung an Theken werden die Gäste am Tisch bedient. „Es wird ein Full-Service-Konzept mit besonderem Augenmerk auf ‘Wein und Freunde’ (vini e amici)“, so Inhaber John Ide. Ein konkreter Eröffnungstermin stehe noch nicht fest. „Wenn es gesetzlich wieder zugelassen ist.“

Logo