Weinstand an der Nato-Rampe in Laubenheim eröffnet

An der Nato-Rampe in Laubenheim werden jetzt aus einem Container heraus regionale Weine, Bier, alkoholfreie Getränke und kleinere Speisen verkauft. Wir waren vor Ort.

Weinstand an der Nato-Rampe in Laubenheim eröffnet

„Wir haben von der Eröffnung gehört und sind extra mit dem Bus aus der Mainzer Innenstadt hergekommen“, sagt ein Gast. Seit der neue Weinstand an der Nato-Rampe in Laubenheim am Donnerstag (18. August) eröffnet hat, ist der Andrang groß. Betrieben wird der Weinstand von Gauls Catering, das außer einer eigenen Eventlocation in Laubenheim auch die „Mole“ am Mainzer Winterhafen oder das Catering in der Mewa Arena betreibt.

Schon seit 2016 plante die Stadtverwaltung ein neues Naherholungskonzept zwischen Weisenau und Laubenheim. „Wir haben lange darauf gewartet“, sagt ein Gast am Freitag. Der Weinstand ist an diesem Nachmittag gut besucht, alle Stühle sind belegt. Viele Radfahrer haben es sich auf den Plätzen, vor dem Container, mit einer Weinschorle bequem gemacht. Außer dem Weinstand gibt es jetzt auch noch einen neuen Spielplatz.

Der Wunsch des Geschäftsführers Andreas Gaul sei es, Laubenheim attraktiver zu gestalten und regionale Weine zu vertreiben, erzählt Said, Mitarbeiter von Gauls Catering. Auf der Karte zu finden sind das Weingut Möhn aus Laubenheim, Weingut Fleischer aus Hechtsheim und Weingut Pfannebecker aus Worms. Es gibt aber auch Bier und alkoholfreie Getränke. Auch kleinere Speisen wie den Laubenheimer Cesar Salat, Brat- oder Currywurst sowie Pommes und Spundekäs mit Brezel können die Gäste bestellen.

Verwüstungen am ersten Tag

Die Ersatzübergangsstelle, volkstümlich Nato-Rampe genannt, entstand im Kalten Krieg, um mit einer Behelfsbrücke die Flussüberquerung für Panzer sicherzustellen. Heute dient sie als Bootsanlegestelle und gibt freie Sicht auf den Rhein.

Die ursprünglich ab 2019 geplante Umsetzung des neuen Konzepts zog sich allerdings in die Länge. Das haben auch die Betreiber des neuen Weinstands gemerkt. Said berichtet von bürokratischen Hürden vor der Eröffnung. Inzwischen steht zwar alles, aber es habe bereits Fälle von Vandalismus gegeben. Am Mittwoch wurde alles aufgebaut und am Donnerstag sei alles verwüstet gewesen, so Said. Es seien auch Schirme gestohlen worden.

Dennoch ist das Fazit der Besucher positiv: „Es gibt gute Weine“, sagt ein Gast. Ein anderer Gast vermutet, dass sich durch Mundpropaganda die Neueröffnung des Weinstands schnell verbreiten wird. In den Sommermonaten soll die Bewirtung an der Nato-Rampe immer von Donnerstag bis Sonntag von 16 bis 21 Uhr geöffnet sein.

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