Töpferkurse in Mainz: Neues Keramik-Atelier in der Neustadt

In der Mainzer Neustadt eröffnet Ende Mai ein neues Keramikstudio. Gründerin Franziska Marie Nebel bietet dort Töpferkurse, Atelierplätze und Raum für Events an.

Töpferkurse in Mainz: Neues Keramik-Atelier in der Neustadt

Die Mainzer Neustadt bekommt einen neuen kreativen Ort: In der Nackstraße 44 eröffnet Franziska Marie Nebel Ende Mai ihr eigenes Keramikstudio. Im Gespräch mit Merkurist erzählt die 31-jährige: Es soll nicht nur ihr persönlicher Arbeitsplatz und Ausstellungsraum für ihr eigene Werke sein, sondern auch Platz für Veranstaltungen und andere Keramik-Begeisterte bieten. Die große Eröffnung ist für den 30. Mai von 14-21 Uhr geplant.

Nebel wird in der Neustadt ihre eigene Arbeit ausstellen und verkaufen – dazu zählen Gebrauchskeramik wie Tassen und Schalen aber auch kunstvolle Skulpturen. „Ich komme aus einer künstlerischen, freien Ecke und experimentiere dementsprechend viel – auch mit Arbeitsweisen“, so die Künstlerin. Sie will ihr Wissen künftig in Kursen weitergeben.

„Clay Date“ und Open Studio

Einer dieser Kurse ist das „Clay Date“, ein dreistündiger Workshop inklusive Snacks und Getränken. „Hier wird zu zweit gearbeitet mit intensiver Betreuung. Egal ob mit der Partnerin, Mutter oder Oma: alle sind willkommen, auch ohne Vorkenntnisse“, sagt Franziska Nebel. Pro Person zahlt man für die Anleitung an der Drehscheibe 125 Euro. Günstiger wird es für größere Gruppen bis zehn Personen oder beim sogenannten Open Studio. Alle zwei Wochen können hier alle die bereits Vorkenntnisse haben und selbstständig arbeiten möchten, die Arbeitsplätze in der Neustadt nutzen – je nach Dauer für 22 bis 40 Euro.

„Drei bis vier Menschen können momentan paralell an Drehscheiben arbeiten, aber Handbuilding ist auch möglich“, sagt die 31-Jährige. Beim „Handbuilding“ wird ohne Scheibe und nur mit den Händen oder Werkzeugen gearbeitet. Im neuen Keramik-Studio sei Platz für rund acht Personen, die mit den Händen Ton bearbeiten. Außerdem hat Nebel einen eigenen Ofen zum Brennen vor Ort. Bis zum fertigen Stück könne es zwei bis sechs Wochen dauern, sagt Nebel: „Es kommt auf die Größe des Objekts an. Je größer und fragiler desto länger dauert es.“

„Es soll auch ein Ort der Begegnung werden“, erzählt Nebel. Sie plant, die Räumlichkeiten für Events wie Ausstellungen, Lesungen oder kleine Konzerte zu öffnen. Sie sei offen für verschiedene Ideen und möchte, dass sich der Raum „mit den Menschen und dem Input, den sie mitbringen“, entwickelt. Nur eine Gastronomie sei das Studio nicht: „Es wird nur Kleinigkeiten wie Knabber-Sachen und Kaffee geben sowie im Sommer Früchte und selbstgemachte Limonaden“, so die Inhaberin.

Atelier-Plätze zu vergeben

Wer regelmäßig töpfern möchte, kann sich einen festen Atelierplatz mieten. „Ich will meinen Arbeitsplatz teilen, weil das neue Studio für mich alleine zu groß ist“, sagt Nebel. Hierfür werde es verschiedene Mitgliedschaftsmodelle geben, die von einem Tag pro Woche bis zur unbegrenzten Nutzung reichen. Je nach Modell können insgesamt zwischen drei und sechs Personen einen Platz mieten.

Franziska Marie Nebel, die 2015 zum Studium nach Mainz kam und Kommunikationsdesign studiert hat, arbeitet seit 2019 mit Ton. Das neue Studio ist eine Vergrößerung ihres vorherigen Ateliers. Die Räume in der Nackstraße hat sie seit vergangenem Dezember größtenteils in Eigenregie renoviert. Zur Eröffnung am 30. Mai können Besucher dann ab dem Nachmittag das neue Studio erkunden und Keramik kaufen.