Bis 2021: Keine Streiks mehr bei der Bahn

Deutsche Bahn und GDL haben Tarifverhandlungen erfolgreich abgeschlossen

Bis 2021: Keine Streiks mehr bei der Bahn

Pendler können aufatmen: Bis 2021 wird es von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) keinen Streik mehr geben. Denn Vertreter der GDL haben sich am Freitagmorgen in Frankfurt mit Vertretern der Deutschen Bahn auf einen Tarifvertrag geeinigt. Dieser ist für die nächsten drei Jahre gültig. Streiks wie am 10. Dezember 2018, bei denen S-Bahnen und Züge des Regional- und Fernverkehrs im morgendlichen Berufsverkehr still stehen, wird es deshalb erst einmal nicht mehr geben.

Nach sieben Verhandlungsrunden, bei denen es zwischenzeitlich nach einem Scheitern aussah, haben Vertreter der Gewerkschaft und des Verkehrsunternehmens einen Konsens gefunden. Im Vertrag sind eine Gehaltserhöhung für das Bahnpersonal, höhere Zulagen und eine Nicht-Erreichbarkeits-Klausel in der Freizeit festgeschrieben.

Auch sollen nun Bahnpersonal und Vertreter der Deutschen Bahn gemeinsam die hauseigenen Berufsgruppen fit für die Zukunft machen. Zudem wurden in dem Vertrag Qualifizierungsstandards und eine Anzahl der Beschäftigten in den jeweiligen Gebieten festgelegt.

„Das nun vorliegende Tarifpaket enthält erhebliche Verbesserungen in allen vitalen Belangen des Zugpersonals“, sagt GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky. Da die Gewerkschaft mit dem Vertrag zufrieden ist und ihn unterzeichnet hat, werde sie sich auch vertragskonform verhalten und in den kommenden Jahren zu keinem Streik aufrufen, so ein GDL-Sprecher gegenüber Merkurist. Auch der zuvor unterzeichnete Vertrag zwischen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und der Deutschen Bahn läuft bis 2021.

(ab)

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