Neueröffnung am Mainzer Zollhafen: Was jetzt ins ehemalige „7 Grad“ kommt

Ab Mittwoch, den 11. Januar, kann man hier Backwaren, Kaffee und weitere Produkte aus dem bekannten Hechtsheimer Hofladen kaufen. Cappuccino, Croissant und Co. können auch vor Ort verzehrt werden.

Neueröffnung am Mainzer Zollhafen: Was jetzt ins ehemalige „7 Grad“ kommt

Der familiengeführte Pankratiushof in Hechtsheim ist seit vielen Jahren bekannt für seine handgemachten Produkte, im Jahr 2020 kam auch das gehobene Restaurant „Pankratz“ dazu. Jetzt eröffnen die Betreiber in der Neustadt die Bäckerei „Liesbeth“. Merkurist hat sich in dem neuen Laden umgesehen und mit Leiterin Sarah Bender über ihr Konzept gesprochen.

Bei der „Liesbeth“ wird seit heute im Rahmen der Bauarbeiten auf der Rheinallee gebaut: Einen Tag vor der Eröffnung wühlen die Schaufeln eines Baggers vor dem Haupteingang im Boden. Doch Sarah Bender nimmt es gelassen. „Besser jetzt als im Sommer“, sagt sie. Die Leiterin der „Liesbeth“ arbeitet seit Jahren für die Betreiber des Pankratiushofs. Sie war sowohl im Hofladen als auch im Restaurant tätig. An der Popup-Bäckerei, die der Pankratiushof während Corona im Winterhafen betrieb, war sie ebenfalls beteiligt. Dass diese so gut angenommen wurde, sei einer der Gründe, dass es jetzt die „Liesbeth“ gebe, so Bender. Sie selbst fühle sich sehr gut in den Familienbetrieb integriert und habe große Lust, den neuen Mainzer Laden zu führen.

Man sei schon länger auf der Suche nach einer Location für eine Bäckerei mit Café-Flair gewesen. Als dann im Juli 2022 bekannt wurde, dass das „7 Grad“ schließt, habe man sich gegen viele andere Bewerber durchgesetzt und die Räume, die den Stadtwerken gehören, beziehen dürfen.

Von der Bäckerei zum Café zum Restaurant?

Doch was genau hat Bender in der Location neben der Kunsthalle vor? „Es gibt einen Drei-Stufen-Plan“, erzählt die Leiterin. „Zuerst werden wir uns auf Kaffee und Essen als Take-Away konzentrieren, dann soll die ‘Liesbeth’ ein Frühstückscafé werden und dann können wir darüber nachdenken, auch bis zum Abend zu öffnen und das Essensangebot dementsprechend zu erweitern.“

Starten wird die „Liesbeth“ also als Bäckerei, die außer Backwaren auch einige Produkte zum Mitnehmen anbietet. Darüber hinaus wird Kaffee von der Mainzer „Kaffeekommune“ verkauft – in Bohnenform und zum Direkt-Trinken. Der Laden wird zunächst von Montag bis Samstag zwischen 9 und 15 Uhr geöffnet sein. „Wer will, kann sein Croissant und seinen Kaffee natürlich direkt hier genießen“, erklärt Bender. Sitzmöglichkeiten sind bereits jetzt vorhanden, sodass der Übergang zum Café in der „Liesbeth“ ein fließender sein könnte.

„Die ‘Liesbeth’ soll die kleine Schwester vom ‘Pankratz’ sein“ – Geschäftsleitung Sarah Bender über den neuen Laden im Zollhafen

Auf die Frage, woher der Name komme, antwortet Bender mit einem Lächeln: „’Liesbeth’ war die Frau von ‘Pankratz’, dem Mitglied der Familie, nach dem das Restaurant in Hechtsheim benannt wurde.“ Der Name unterstreiche die Verbindung zwischen allen Orten, die unter dem Dach des familiengeführten Pankratiushofs vereint seien. Im „Pankratz“ könne man ausgedehnt frühstücken und abends Menüs mit 16 bis 18 Gängen bekommen. Gebacken und eingekocht werde nebenan im „Pankratiushof“, wo man die handgemachten Produkte im angeschlossenen Laden auch kaufen könne. Die „Liesbeth“ solle das Prankratius-Universum erweitern. Langfristig werde sie vielleicht zur kleinen Schwester des großen „Pankratz“.

Fokus auf regionalen und saisonalen Produkten

Man setze insgesamt auf regionale und saisonale Zutaten, achte das Tierwohl und pflege eine enge, freundschaftliche Beziehung zu den Produzenten. Diese Philosophie wolle man jetzt auch in die Mainzer Neustadt bringen. Darum starte die „Liesbeth“ mit einem kleinen Auszug aus dem Produktsortiment des Hofladens. Etwa mit den Backwaren auf Sauerteigbasis, deren Ansatz über 20 Jahre alt sei. Die Croissants, die ebenfalls aus diesem Sauerteig entstehen, würden auch zu den beliebtesten Speisen im Restaurant „Pankratz“ zählen. Und jetzt gäbe es sie auch in der „Liesbeth“. Außer Backwaren werden unter anderem Milchprodukte, Gin, Wein, Hartwürste, eingewecktes Gemüse und Saucen angeboten, alles aus eigener Hand. „Wir wollen die Produkte, die die Pankratiushof-Familie liebevoll herstellt, in die Neustadt tragen“, fasst Bender die Idee hinter der „Liesbeth“ zusammen.

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