Real-Übernahme in Mainz: Das ist der aktuelle Stand

Wenn es nach dem Bundeskartellamt geht, dürfen Kaufland und Globus insgesamt 116 Real-Filialen übernehmen. Während sich Kaufland in anderen Städten schon als Real-Nachfolger ankündigt, ist es um die Mainzer Filiale noch ruhig.

Real-Übernahme in Mainz: Das ist der aktuelle Stand

Nochmal schnell zu Real gehen - das wird im Laufe des Jahres ein immer schwierigeres Vorhaben werden. Nach dem Verkauf von Real durch den Handelsriesen Metro will der neue Eigentümer noch 2021 bis zu 150 Märkte an andere Händler abgeben. Bis Mitte 2022 soll dann die gesamte Abwicklung der Filialen abgeschlossen sein, wie die „Lebensmittelzeitung“ berichtet. Was bedeutet das für die Zukunft des Marktes in der Mainzer Haifa-Allee?

Im vergangenen Jahr galt Kaufland als heißer Kandidat für die Übernahme der Mainzer Filiale. Bereits im Juni hatte die zur Schwarz-Gruppe gehörende Supermarkt-Kette beim Bundeskartellamt den „Er­werb von bis zu 101 Stand­orten der Ver­triebs­li­nie Re­al“ angemeldet. Das Kartellamt entschied Ende des Jahres allerdings, die Anzahl auf 92 Filialen zu begrenzen. Der Grund: „In den betroffenen regionalen Märkten wären sonst die Ausweichmöglichkeiten und der Wettbewerb zu stark beeinträchtigt worden“, so der Präsident des Kartellamts. Neben Kaufland darf auch Globus 24 Filialen übernehmen. Wie viele Standorte die ebenfalls interessierte Supermarkt-Kette Edeka künftig betreiben dürfte, muss das Bundeskartellamt noch entscheiden.

Kaufland und Globus äußern sich nicht

Während sich Kaufland in einigen Städten schon als Real-Nachfolger ankündigt, ist in Mainz noch keine Entscheidung gefallen. „Da wir die Märkte nach und nach übernehmen und die Übernahme noch von verschiedenen Faktoren abhängig ist, bitten wir um Verständnis, dass wir heute noch keine Angaben zu möglichen weiteren Märkten und Terminen machen möchten“, so eine Kaufland-Sprecherin gegenüber Merkurist.

Auch die Supermarktkette Globus äußert sich nicht dazu, ob sie den Markt in Mainz übernehmen will: „Nach dem grünen Licht durch das Kartellamt folgen nun Gespräche mit den Vermietern der Immobilien und um diese nicht zu stören, möchten sich die Verantwortlichen aktuell nicht tiefergehend äußern“, so das Unternehmen.

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