Mainzer Kult-Gastronom Wolfi öffnet sein Fotoalbum

Was haben bekannte Mainzer Persönlichkeiten vor 20, 30 oder 40 Jahren getrieben? Und wie sah es in Mainz damals aus? In unserer neuen Serie öffnen Mainzer Promis ihr privates Fotoalbum. In Teil 1 geht es um Kult-Gastronom Wolfgang Klein.

Mainzer Kult-Gastronom Wolfi öffnet sein Fotoalbum

Ob Quartier Mayence, Caveau oder jetzt seit 2009 „Zum Löwen“ in Gonsenheim: Seit fast 40 Jahren ist Wolfgang Klein eine feste Größe in der Mainzer Gastro- und Kneipenszene. Außerdem ist „Wolfi“, wie er von allen genannt wird, Schriftsteller und trat unter anderem schon im Frankfurt Hof auf.

Für Merkurist öffnet er sein privates Fotoalbum und zeigt uns, wie früher in Mainz gefeiert wurde.

Live-Auftritte bekannter Jazz-Musiker

Von 1989 bis 2000 war „Wolfi“ Pächter des „Caveau“. In dieser Zeit traten immer wieder bekannte Künstler in dem Nachtclub auf. So zum Beispiel Anfang der 90er-Jahre die bekannte US-Schlagzeugerin Terri Lyne Carrington.

Weitere bekannte Live-Acts waren der US-amerikanische Jazz-Saxophonist Bill Saxton und der E-Bassist Anthony Jackson (ebenfalls USA).

Tresentanz im Caveau

„Manche Bands haben so gute Stimmung gemacht, dass keiner mehr was getrunken hat - nur in der Pause“, erinnert sich Wolfi. „So hatte ich Zeit zu feiern.“ Die nutzte er manchmal, indem er auf dem Tresen tanzte.

Auch das Personal und natürlich die Gäste ließen sich von der guten Stimmung anstecken.

„Quartier Mayence“ und „Zum Löwen“

Die längste Zeit als Gastronom verbrachte Wolfi im Quartier Mayence. Von 1982 bis 1989 und später von 2000 bis 2009 war er Pächter des Lokals. Auch dort gab es immer wieder Live-Auftritte, wie hier vom Musiker Pete Lancester:

2009 war Schluss im „Quartier“, doch kurz darauf übernahm Wolfi die Pacht im Gonsenheimer Kultlokal „Zum Löwen“. Seit nunmehr elf Jahren ist er jetzt Chef im „Löwen“ und auch hier gibt es immer wieder Live-Auftritte wie vom rumänischen Bassisten Decebal Badila:

Rückblickend sieht Wolfi die 80er-Jahre als Hochphase der Mainzer Kneipen- und Feierszene. Die heutige Entwicklung sieht er kritisch. „Ich sehe schwarz für die Kneipenszene. Die Ketten machen sich breit. Die Banken und Investoren geben denen Geld und da kommt der inhabergeführte Laden nicht mehr mit“, sagt er gegenüber Merkurist. „Den Gästen ist es egal, die kennen ja mittlerweile nichts anderes mehr.“ (pk)

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