Corona-Pandemie: Das gilt ab Montag in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz gelten ab Montag neue Corona-Regeln.

Corona-Pandemie: Das gilt ab Montag in Rheinland-Pfalz

Fünf Öffnungsschritte bis Anfang April: Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten der Länder am vergangenen Mittwoch. Weil Rheinland-Pfalz zusammen mit Schleswig-Holstein das einzige Land mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 ist, können hier ab Montag (8. März) schon einige Einschränkungen gelockert werden. Am 22. Februar starteten bereits die Grundschulen, zudem haben Friseure seit 1. März wieder geöffnet. Jetzt kommen mit der Siebzehnten Corona-Bekämpfungsverordnung folgende Lockerungen hinzu:

Einzelhandel

Ab Montag dürfen die Geschäfte wieder öffnen. Dabei kann für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche zunächst ein Kunde je zehn Quadratmeter bedient werden, ab 801 Quadratmetern Fläche darf ein Kunde pro 20 Quadratmetern einkaufen. In sehr großen Geschäften mit einer Fläche ab 2001 Quadratmeter ist ein Kunde je 40 Quadratmeter erlaubt.

Bei einem Anstieg der landesweiten Inzidenz über 50 für die Dauer von drei Tagen müssen die Geschäfte wieder schließen und Termin-Shopping anbieten. Dies gilt aber nicht landesweit, sondern nur für die Kommunen, die zu diesem Zeitpunkt eine Inzidenz über 50 haben.

Kontakte

Ab Montag dürfen sich bis zu fünf Angehörige zweier Haushalte treffen. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Als ein Hausstand zählen auch Paare, die nicht zusammen wohnen.

Sport

Im Amateur- und Freizeitsport ist kontaktfreies Training mit bis zu zehn Personen im Freien und auf allen öffentlichen und privaten ungedeckten Sportanlagen zulässig. Unter die ungedeckten Sportanlagen fallen etwa Rasenspielfelder, Stadien, Tennisplätze und Reitplätze. Dabei ist das Abstandsgebot zwingend einzuhalten. Zudem ist Training in Gruppen von bis zu 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahre und einem Trainer erlaubt. Zuschauer sind nicht zugelassen (ausgenommen Verwandte ersten und zweiten Grades beim Sport von Minderjährigen).

Körpernahe Dienstleistungen

Nach den Friseuren dürfen auch die anderen körpernahen Dienstleistungen wieder öffnen (zum Beispiel Nagelstudios, Kosmetiksalons, Massagesalons, Tattoostudios, Piercingstudios). Kann dabei keine Maske getragen werden, muss der Kunde einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorlegen.

Weitere Lockerungen

  • Die Anmeldefrist bei mehr als zehn Teilnehmern an einem Gottesdienst entfällt.

  • Zoos und Tierparks können auch die Innenanlagen öffnen. Es gilt die erweiterte Maskenpflicht.

  • Laienmusik: Im Freien und mit den geltenden Kontaktbeschränkungen erlaubt. Ebenfalls im Freien sind Proben für Gruppen von bis zu 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahre und einer Person über 14 Jahre zulässig. Auftritte sind weiterhin verboten. Der außerschulische Musik- und Kunstunterricht ist mit maximal einem Lehrer und einem Schüler erlaubt. Unterricht mit erhöhtem Aerosol-Ausstoß (wie Gesang oder Blasinstrumente) muss im Freien stattfinden. Außerschulischer Musik- und Kunstunterricht in Gruppen von bis zu 20 Kindern (bis einschließlich 14 Jahre) und einem Lehrer ist im Freien ebenfalls erlaubt.

  • Museen, Ausstellungen, Galerien, Gedenkstätten und ähnliche Einrichtungen sind unter Einhaltung von Abstand und Maskenpflicht geöffnet. Es gilt eine Vorausbuchungspflicht.

Ab dem 15. März findet in allen Kindertageseinrichtungen wieder der Regelbetrieb statt.

Einreisende, die sich in den letzten zehn Tagen vor ihrer Einreise in einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben, müssen 14 Tage in Quarantäne.

Zudem haben alle Kommunen die Pflicht, ab einer Inzidenz von mehr als 100 strengere Maßnahmen zu ergreifen.

Die komplette Verordnung findet ihr hier.

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