Neue Verkehrsführung in der Binger Straße in Mainz

Der Umbau der Binger Straße in Mainz ist abgeschlossen. Es gibt nun eine durchgängige Radverbindung vom Hauptbahnhof zum Rhein, breitere Gehwege und barrierefreie Haltestellen.

Neue Verkehrsführung in der Binger Straße in Mainz

Nach der grundlegenden Umgestaltung der Binger Straße in Mainz spielt sich die neue Verkehrsführung offenbar langsam ein, wie die Stadt berichtet. Die neue Strecke schließt eine Lücke im Straßenbahnnetz und schafft eine durchgängige Verbindung vom Hauptbahnhof West bis zum Rheinufer.

Seit dem 10. August fährt die Linie 53 wieder regulär durch die Binger Straße, was Fahrgästen direkte Verbindungen ermöglicht und den stark genutzten Abschnitt am Hauptbahnhof entlasten soll. Die neuen Haltestellen sind barrierefrei ausgebaut. Breitere Gehwege und eine klarere Trennung von Fuß- und Radverkehr sollen Konflikte reduzieren und die Orientierung erleichtern. „Eine so umfassende Neuordnung braucht im Alltag etwas Eingewöhnung. Deshalb beobachten wir sehr genau, wie sich die Verkehre einspielen“, erklärt Mobilitätsdezernentin Janina Steinkrüger.

Durchgängige Radachse bis zum Rhein

Besonders für den Radverkehr sollen sich durch den Umbau Vorteile ergeben. Eine neue, durchgängige Radroute führt vom Rheinufer über die Große Bleiche, die Fahrradstraße Hintere Bleiche und die Binger Straße bis zum Hauptbahnhof West. Dort bindet eine neue Ampelquerung den Radweg entlang der Saarstraße und die Verbindung zur Universität an.

„Die breiten, roten Radwege in der Binger Straße sind eine Einladung zum Radfahren“, so Steinkrüger. Der rote Asphalt mache die Radwege deutlich erkennbar. Ihre Breite bietet laut Stadt genug Platz für verschiedene Fahrradtypen wie Lastenräder oder Räder mit Anhängern. Steinkrüger betont: „Aus einzelnen Maßnahmen wird so ein echtes Netzangebot“.

Neue Führung auf der Alicenbrücke wird erprobt

Auch auf der Alicenbrücke hat sich die Verkehrsführung geändert. Der stadtauswärts fahrende Radverkehr hat dort nun einen eigenen Radfahrstreifen. Bisher teilten sich Radfahrer aus beiden Richtungen den Weg mit Fußgängern. Die neue Aufteilung soll für mehr Übersicht sorgen.

Der neue Radfahrstreifen auf der Alicenbrücke ist zunächst nur gelb markiert. Die Lösung soll unter realen Bedingungen erprobt werden. Bis zu den Herbstferien will die Stadt Erfahrungen auswerten und die Führung bei Bedarf anpassen, bevor sie dauerhaft markiert wird.