Windräder dürfen in Zukunft näher an Wohngebieten aufgestellt werden

Die Mindestabstände zwischen den Anlagen und Siedlungen werden jetzt anders bemessen.

Windräder dürfen in Zukunft näher an Wohngebieten aufgestellt werden

Windkraftanlagen dürfen in Rheinland-Pfalz zukünftig näher an Wohngebieten aufgestellt werden. Grund ist, dass die erforderlichen Mindestabstände jetzt anders berechnet werden. Das teilte das Innenministerium am Donnerstag mit.

Die Mindestabstände zwischen Windenergieanlagen und Siedlungen werden demnach ab sofort ab der Mitte des Mastfußes gemessen. Zuvor war die Rotorspitze Ausgangspunkt für die Bemessung, wie Staatssekretärin Nicole Steingaß in einem Rundschreiben an alle Landesplanungsbehörden und Planungsgemeinschaften im Land erklärt.

Damit dürfen Windräder in Zukunft durchschnittlich 60 bis 80 Meter näher an reinen, allgemeinen und besonderen Wohngebieten, Dorf-, Misch- und Kerngebieten errichtet werden. „Mit der geänderten Vorgabe stehen nun weitere Flächen im Land für die Windenergienutzung zur Verfügung“, so Steingaß dazu.

Das sei ein erster Schritt, um den neuen Koalitionsvertrag umzusetzen, erklärt die Staatssekretärin weiter. Darin haben sich die Koalitionspartner dazu verpflichtet, „den Klimaschutz zugunsten jetziger und nachfolgender Generationen voranzutreiben.“

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