Zwei Neueröffnungen in der Gaustraße

Anfang 2018 eröffnete das französisch-marokkanische Lokal „Mange“ in der Gaustraße – jetzt hat das Bistro geschlossen. Der Nachmieter steht schon fest.

Zwei Neueröffnungen in der Gaustraße

Etwas mehr als ein Jahr bot das „Mange“ in der Gaustraße marokkanische Spezialitäten, Sandwiches und französische Tacos an – doch nun musste der Familienbetrieb schließen. Grund ist laut Nizar Aboudia, der das Lokal betrieb, die Suche nach einem neuen Standort. Doch der Laden bleibt nicht lange leer: Mitte Juni soll es in der Gaustraße 9 schon wieder weitergehen.

Nachmieter sind die unmittelbaren Nachbarn

Neuer Nachmieter ist der Tee-Laden „Teabento“. Die Betreiber, Ning-Ning und Boris, hatten die vergangenen zwei Jahre Tee in der Gaustraße 13 vertrieben. Jetzt sind sie in den etwas größeren Laden umgezogen. „Die Nachbarschaft ist toll. Jeder hilft jedem. Deshalb wollte ich auf jeden Fall hier bleiben“, sagt Ning-Ning. Zur Zeit sind die Umbauarbeiten im neuen Laden im vollen Gange.

„Tee to go ist gegen meine Prinzipien. Es ist eher ‘Slow-Food’. Man muss sich Zeit nehmen.“ – Inhaberin Ning-Ning

„Ich würde ‘Teabento’ als Teehaus bezeichnen“, so Ning-Ning, „Im hinteren Ladenbereich werden wir diverse Tees und handgemachte Keramik zum Kauf anbieten. Vorne können sich die Leute hinsetzen, Tee trinken und eine Kleinigkeit essen.“ Die gebürtige Chinesin hat klare Vorstellungen vom neuen Teehaus. Im alten Shop sei wegen der kleinen Räume ein solches Konzept nicht möglich gewesen. „Tee to go ist gegen meine Prinzipien. Es ist eher ‘Slow-Food’. Man muss sich Zeit nehmen“, sagt sie.

Und darauf soll das Ladenkonzept aufbauen: „Mit einem Teehaus haben wir die Möglichkeit, den Kunden zu zeigen, wie man Tee richtig zubereitet. Die Zubereitungsart ist je nach Land verschieden und wenn es um Geschmack geht, muss man viele Dinge beachten“, erzählt die Ladenbesitzerin. In den neuen Räumen wollen sie daher auch „Tea-Tastings“ anbieten, um Kunden intensiv zu beraten.

Boris und Ning-Ning sind zertifizierte Tee-Sommeliers. Sie haben ein internationales Zertifizierungsprogramm sowie verschiedene Workshops durchlaufen und so Kenntnisse über Tee gesammelt. „Aber bei Tee ist es auch so: Zu viel Theorie bringt nichts. Man muss Tee trinken. Ihn probieren. Wir waren dazu in China und Taiwan“, erklärt Ning-Ning. „Es ist so interessant, wie Tee gemacht wird.“

Um das Konzept abzurunden haben die Betreiber Designermöbel und Designergeschirr bestellt. Anfertigung und Lieferung werden aber ein paar Wochen dauern. Daher wird das neue Teehaus in der Gaustraße 9 erst Mitte Juni eröffnet.

Der ehemalige Laden in der Gaustraße 13 ist inzwischen auch weitervermietet. Ab dem ersten Juli soll hier das Designbüro „Alma – Büro für Design und digitale Kommunikation“ entstehen. Dieses wird von Alice Schaffner und ihrer Freundin geleitet. Beide kommen aus verschiedenen Design-Bereichen und müssen sich noch auf ein konkretes Konzept einigen, so Alice Schaffner gegenüber Merkurist. (ps)

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