Die Wohnbau Mainz passt ihre Mietenstrategie für freifinanzierte Wohnungen an und will damit für mehr Sicherheit und Planbarkeit bei ihren Mietern sorgen. Das teilt das Unternehmen mit. Die neue Regelung sieht ab 2026 eine maximale Mieterhöhung von 3,5 Prozent alle 15 Monate vor.
Bisher lag die selbstauferlegte Obergrenze bei vier Prozent. Diese moderate Mietenstrategie hatte die Wohnbau Mainz freiwillig seit 2020 verfolgt, um während der Corona-Zeit für Entlastung zu sorgen. Die Begrenzung wurde mehrfach verlängert und gilt noch bis 2025. Die neue Regelung senkt diese Grenze nun weiter ab.
Balance zwischen Entlastung und Investitionen
„Mit der neuen Regelung gehen wir den nächsten Schritt: Wir senken die Erhöhungsgrenze und sorgen damit für eine weitere spürbare Entlastung für unsere Mieterinnen und Mieter“, erklärt Geschäftsführer Roman Becker. „Gleichzeitig sichern wir so die langfristige Handlungsfähigkeit der Wohnbau Mainz, um weiterhin in Mainz bezahlbaren und zeitgemäßen Wohnraum anbieten zu können.“
Das Unternehmen verweist auf gestiegene Kosten. So seien die Baupreise zwischen 2020 und 2025 um rund 40 Prozent gestiegen. Zudem plant die Wohnbau Mainz umfangreiche Investitionen in die energetische Sanierung, die Modernisierung des Wohnungsbestands und die Erschließung mit Fernwärme. „Unsere Aufgabe ist es, wirtschaftlich verantwortlich zu handeln – aber auch bezahlbar zu bleiben. Diese Balance gelingt mit der neuen Mietenstrategie“, so Geschäftsführer Franz Ringhoffer.
Außer der neuen Mietenregelung plant die Wohnbau Mainz auch kleinere Investitionen, um das Wohnumfeld aufzuwerten. So sollen in den kommenden Monaten schrittweise Hausflure, Eingangsbereiche, Beleuchtung und Grünanlagen modernisiert werden.
Die Wohnbau Mainz bewirtschaftet nach eigenen Angaben aktuell 10.957 Wohnungen im Mainzer Stadtgebiet. 55 Prozent davon sind freifinanziert und fallen unter die neue Mietenstrategie. Die übrigen 45 Prozent sind geförderte Wohnungen, für die besondere Regelungen gelten.