Strengere Maskenpflicht in Bussen und Geschäften

Neue Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus beschlossen

Strengere Maskenpflicht in Bussen und Geschäften

Nach langen Beratungen steht jetzt fest: Der Lockdown wird bis zum 14. Februar verlängert. Und: Wer künftig mit dem Bus fährt oder einkaufen geht, muss einen medizinischen Mund-Nase-Schutz tragen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder hatten sich am Dienstagabend auf diese und weitere Veränderungen geeinigt, wie die Kanzlerin bei einer Pressekonferenz mitteilte.

„Es ist hart, was wir den Menschen noch einmal zumuten müssen, aber wir müssen uns jetzt an das Vorbeugungsprinzip halten“, so Merkel. Denn Grund für die neuen Maßnahmen sei unter anderem das mutierte Coronavirus aus Großbritannien, das auch in Deutschland nachgewiesen wurde und sehr viel ansteckender sein soll. Deshalb müsse man handeln, bevor weitere Fälle nachgewiesen werden, so Merkel. „Das hat uns alle bei den Beratungen bewegt. Jetzt ist die Zeit, der Gefahr, die in diesem Virus steckt, vorzubeugen.“

Kontaktbeschränkungen bleiben

Der eigentlich bis zum 31. Januar befristete Lockdown wird demnach um rund zwei Wochen verlängert. Gastronomie, Freizeiteinrichtungen und weite Teile des Einzelhandels bleiben damit geschlossen. Die bereits bekannten Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen: Demnach sind nur noch Treffen von einem Hausstand mit einer weiteren nicht zum Hausstand gehörenden Person erlaubt. Die Zahl der Personen, die man regelmäßig trifft, sollte möglichst konstant bleiben.

Im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften wird das Tragen einer selbstgenähten Alltagsmaske nicht mehr ausreichen, stattdessen sind mindestens OP-Masken vorgeschrieben. Eine bundesweite Pflicht zum Tragen von Schutzmasken nach FFP2-Standard, wie sie in Bayern gilt, soll es vorerst nicht geben.

In Zukunft sollen außerdem die Kontakte im öffentlichen Nahverkehr reduziert werden. Das soll in der Praxis funktionieren, indem mehr Menschen im Homeoffice arbeiten. Eine Homeoffice-Pflicht wird zwar nicht eingeführt, Arbeitgeber müssen ihren Mitarbeitern aber wo möglich die Arbeit von Zuhause aus ermöglichen. Geht das nicht, sollen Unternehmen den Arbeitnehmern medizinische Masken zur Verfügung stellen und flexible Arbeitszeiten einführen.

Schulen und Kitas bleiben vorerst geschlossen

Lange gerungen habe man mit den Schul- und Kita-Öffnungen. Schulen und Kitas bleiben demnach weiterhin grundsätzlich bis zum 14. Februar geschlossen. „Wir wissen, was die Erzieher und Lehrer leisten und sagen dafür Danke“, so Merkel. Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften von mehr als zehn Teilnehmern müssen vorher angemeldet werden.

Einheitliche Ausgangssperren kommen vorerst nicht. Stattdessen können regional und lokal weitere Maßnahmen getroffen werden, um den Inzidenzwert auf 50 Fälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche abzusenken. Derzeit liegt der Wert bundesweit bei etwas über 130.

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