Stadt Mainz verbietet Schottergärten

Freiflächen müssen bei neuen Bauprojekten begrünt werden

Stadt Mainz verbietet Schottergärten

Die Stadt Mainz hat ihre bestehende Grünsatzung aus dem Jahr 1983 überarbeitet. Ein Ergebnis: Bei neuen Bauprojekten dürfen keine Schottergärten mehr angelegt werden. Das teilt die Stadt am Dienstag mit.

Hier eine Übersicht der Neuerungen:

  • Alle Flächen, die nicht bebaut werden, müssen bei neuen Projekten von nun an begrünt werden.

  • Flachdächer ab 15 m² müssen zumindest extensiv (leicht und kostengünstig) begrünt werden.

  • Wände ab einer zusammenhängenden Fläche von 20 m² müssen begrünt werden.

  • Kies- oder Schotterflächen (Schottergärten) und die Verwendung von Folien und Textilgeweben sind nicht zulässig.

  • 15 Prozent des Baugrundstücks müssen mit Sträuchern bepflanzen.

  • Je angefangener 200 m² des Grundstücks, auf dem kein Gebäude steht, muss ein Baum gepflanzt werden.

Baudezernentin Marianne Grosse (SPD) sagte am Dienstag zur neuen Grünsatzung: „Mit der Begrünungs- und Gestaltungssatzung wird ein wesentlicher Meilenstein für den Schutz des lokalen Klimas gesetzt.“ Gründezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) ergänzt: „Die Stärkung der grünen Infrastruktur und in erster Linie eine intensive Begrünung von Grundstücken wirkt der Überwärmung entgegen, reduziert ,Hitzestress‘ und dessen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.“ Von der neuen Grünsatzung profitierten auch ältere Menschen, Vorerkrankte und Kleinkinder, so Steinkrüger weiter.

Die Satzung gilt demnach im gesamten Stadtgebiet. Sie muss nun von jedem angewendet werden, der einen Bauantrag stellt. Bestehende Grundstücke fallen nicht unter die neue Satzung, hier greift der sogenannte Bestandschutz. „Eine freiwillige Begrünung bereits bestehender Gebäude kann über das Förderprogramm ,Dach- und Fassadenbegrünung‘ der Mainzer Stiftung für Klimaschutz und Energieeffizienz finanziell gefördert werden“, so Janina Steinkrüger.

Weitere Infos zum Förderprogramm gibt es hier.

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