Was sich jetzt im „Eisgrub“ ändert

Die Gasthausbrauerei „Eisgrub“ in der Weißliliengasse erstreckt sich jetzt über drei Stockwerke. Wir haben mit Inhaber Benno Frank über die Erweiterung gesprochen.

Was sich jetzt im „Eisgrub“ ändert

In der Mainzer Gasthausbrauerei „Eisgrub“ können die Gäste jetzt auf drei Ebenen essen und das hauseigene Bier trinken. Im ersten Stock hat ein weiterer Bereich mit rund 100 Plätzen eröffnet. „Die Idee entstand schon vor etwa drei Jahren, als dort eine Arztpraxis geschlossen hat“, erzählt „Eisgrub“-Chef Benno Frank gegenüber Merkurist. Bis das Bauamt grünes Licht gab, sei aber einige Zeit vergangen. Nach aufwendigen Arbeiten konnte der Bereich für die Gäste geöffnet werden.

Es ist die zweite große Erweiterung, nachdem vor etwa zehn Jahren das Kellergewölbe mit drei Räumen und über 200 Plätzen zum ursprünglichen „Eisgrub“ hinzukam. Eröffnet wurde die Gasthausbrauerei im Mai 1989 – und war zeitweise die einzige Mainzer Brauerei.

Mehr Gäste als vor der Pandemie

Doch warum jetzt die Vergrößerung angesichts von Pandemie und Energiekrise? Frank sagt: „Wir haben sogar mehr Gäste als vor der Pandemie.“ Gerade an den Wochenenden sei die Gaststätte oft ausgebucht. Deshalb suche man jetzt weiteres Personal, um alle drei Ebenen bestmöglich bedienen zu können.

Die neue Ebene unterscheidet sich stark von den bisherigen Bereichen. So gibt es oben eine holzverkleidete „Flüsterdecke“, die in den unteren Ebenen nicht eingebaut werden konnte. Wer es also ruhiger haben möchte, dem empfiehlt Frank den ersten Stock. „Man kann schon sagen: Je höher, desto ruhiger. Wer eine Sause mit vielen Leuten haben will, ist im Gewölbekeller am besten aufgehoben.“ Der obere Bereich sei auch für geschlossene Veranstaltungen ideal, für die es auch ein kleines Buffetzimmer gibt.

Weiterer Raum mit 20 Plätzen

Auch oben kommt das Bier direkt aus der hauseigenen Brauerei. Dafür seien aufwändige Kernbohrungen notwendig gewesen, so Frank. Neu ist ebenfalls das „Braumeisterzimmer“, das sich zwischen dem ursprünglichen Gasthaus und dem oberen Bereich befindet. Dort fänden noch einmal rund 20 Leute Platz.

War es das jetzt mit der Erweiterung? Frank sagt: „Es gäbe sogar noch einen Kellerbereich, der sich schon offiziell in der Gemarkung der Oberstadt befindet. Wir wären also das erste Gasthaus, das sich über zwei Stadtteile erstreckt.“ Doch wenn er an die viele Arbeit und Energie denke, die er und das Team in die beiden Erweiterungen stecken mussten, verwirft er den Gedanken schnell. „Das möchte ich meiner Frau nicht antun.“

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