Neue Läden in der Residenzpassage eröffnet

Die neue Residenzpassage zwischen Schillerstraße und Großer Langgasse ist bereits seit längerem fertiggestellt. Inzwischen sind auch beide Läden geöffnet und alle Wohnungen bewohnt.

Neue Läden in der Residenzpassage eröffnet

Bis 2017 war die Residenzpassage bekannt für das „Residenz und Prinzess“. Ein Kino, das 1957 eröffnet wurde und sich 60 Jahre lang großer Beliebtheit erfreute. Vor fünf Jahren kam es dann zur endgültigen Schließung und die gesamte Passage wurde abgerissen. Inzwischen ist die neue Residenzpassage vollständig fertiggestellt, alle Wohnungen sind verkauft und auch die beiden Läden bezogen. Darin befinden sich jetzt eine Naturdrogerie, die am 15. Juli eröffnete, und ein Geschäft für medizinische Versorgung für Frauen, das am ersten Juli eröffnet hat. Beide Läden gab es bereits vorher an anderen Standorten.

Aber nicht nur die Geschäfte sind neu, sondern auch die Wanddekoration. Während der Abrissarbeiten wurden Überreste römischer Fachbauten aus dem 1. Jahrhundert, mittelalterliche Latrinen und Lithografie-Druckplatten aus dem frühen 20. Jahrhundert gefunden. Darunter war auch eine Darstellung des Hirtenknabens Ganymeds, die in der Passage ausgestellt ist. An Informationsschildern wird über römische Zeiten in Mainz und die Anfänge in der Werbung einer Druckerei zwischen 1876 und 1945 informiert.

Auch Mainz als Kino-Metropole von 1957 bis in die 2010er Jahre hat eine Informationstafel mit vielen Bildern erhalten. Dort spielt unter anderem auch das Graffiti von Marilyn Monroe eine Rolle, das 1992 an die Wand der Passage gesprüht wurde und ein echter Hingucker war. Ebenfalls zu sehen sind Bilder vor dem Krieg, während des Krieges (1918-1945) und nach dem Krieg (1946-1960er) sowie Informationen darüber, wie sich das Mainzer Stadtbild in diesen Zeiten verändert hat.

Frank Röhr, Prokurist vom Bauträger Fischer & Co., zieht ein positives Fazit. Die Passage habe nun „das Leben, was es verdient“. Von Vandalismus-Fällen habe er bisher noch nichts gehört. Anders sieht das eine Mitarbeiterin aus einem der Geschäfte. Das Tor, das ab 22 Uhr den Durchgang verhindern soll, sei ständig kaputt und morgens stünden Bierflaschen vom Vorabend rum.

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