Berüchtigter Mainzer Neonazi Curt Müller ist tot

Curt Müller starb nach Merkurist-Informationen im Alter von 88 Jahren

Berüchtigter Mainzer Neonazi Curt Müller ist tot

Der bekannte Mainzer Neonazi Curt Müller („Nazi-Müller“) ist tot. Aus sicherer Quelle erfuhr Merkurist, dass Müller bereits am 22. November 2018 verstarb. Bisher war nichts über Müllers Tod bekannt.

Curt Müller und seine Ehefrau Ursula wurden in den 80er- und 90er-Jahren als Gallionsfiguren der Neonazi-Szene bundesweit bekannt. Auf ihrem Anwesen in Gonsenheim veranstaltete das Ehepaar große „Sonnenwend“- und Hitlergeburtstagsfeiern, zu denen Hunderte von Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet anreisten. Die letzte große Neonazi-Feier in Gonsenheim fand im April 1993 statt.

Curt Müller war schon in den 60er-Jahren in der Neonazi-Szene aktiv. Später verbüßte er laut Medienberichten eine mehrmonatige Haftstrafe – unter anderem wegen Sachbeschädigung, Beleidigung, Meineid, vorsätzlicher Körperverletzung, Aufstachelung zum Rassenhass und Volksverhetzung. Bei der Bundestagswahl 1972 kandidierte er für die NPD. Seine Frau Ursula Müller war ab 1991 Vorsitzende der „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V.“ (HNG), damals eine der größten Neonazi-Organisationen in Deutschland. 2010 wurde der Verein verboten.

Danach traten die Müllers öffentlich nicht mehr in Erscheinung. Wie Merkurist jetzt erfuhr, starb Curt Müller am 22. November 2018 im Alter von 88 Jahren. Eine Traueranzeige gab es nicht. Auch sonst fand man bisher keine Informationen zu Müllers Tod. Seine Ehefrau Ursula Müller (86) lebt nach wie vor. (df)

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