„Massive Vandalismusschäden“: So ist die Lage am Mombeach

Eigentlich ist das Mainzer Rheinufer in Mombach Naturschutzgebiet. Doch im Laufe der Jahre hat sich der „Mombeach“ eher zu einem Partystrand entwickelt. Wie es dieses Jahr bisher aussieht.

„Massive Vandalismusschäden“: So ist die Lage am Mombeach

Vor allem an heißen Sommertagen ist das Mombacher Rheinufer ein beliebtes Ausflugsziel. Am „Mombeach“, wie er auch genannt wird, halten sich in Spitzenzeiten dann teilweise mehrere Hundert Menschen auf, die dort unter anderem auch grillen und Partys feiern oder sogar zelten. Doch erlaubt ist das nicht. Denn das Mombacher Rheinufer ist seit 1995 Naturschutzgebiet, in dem viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten beheimatet sind.

Regelmäßige Kontrollen

In den letzten Jahren hatte die Stadt deswegen immer wieder „dezidiert unangekündigte Kontrollaktionen“ durchgeführt. Dieses Jahr ist es genauso. Wie Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr auf Anfrage von Merkurist erklärt, kontrolliere der Zentrale Vollzugs- und Ermittlungsdienst insbesondere bei „relevanten Wetterlagen“ regelmäßig den Bereich des Mombacher Rheinufers. Hierbei würde geprüft, ob sich Personen im gesperrten Bereich des Naturschutzgebietes aufhalten, sich dort Abfallablagerungen befinden oder dort gegrillt wird.

Zudem würden auch die vom Grün- und Umweltamt angebrachten Hinweisschilder regelmäßig auf Vandalismusschäden hin überprüft. „In zwei Fällen konnten tatsächlich massive Vandalismusschäden an den Schildern festgestellt werden.“ Insgesamt gab es am „Mombeach“ in diesem Jahr bereits zahlreiche Beanstandungen. „In diesem Jahr wurden bereits 33 Verstöße, wie zum Beispiel der Aufenthalt im gesperrten Bereich des Naturschutzgebietes, festgestellt und dokumentiert“, so Peterhanwahr.

In 25 Fällen sei dabei eine mündliche Verwarnung ausgesprochen, bei den übrigen acht ein Bußgeldverfahren eingeleitet worden. Alle Personen hätten darüber hinaus Platzverweise für den Bereich erhalten. Der Zentrale Vollzugs- und Ermittlungsdienst werde deshalb auch weiterhin regelmäßig Kontrollen vor Ort durchführen, kündigt der Stadtsprecher an.

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