Seltene Gottesanbeterin in Mainz gesichtet

Sie steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, nun wurde sie erstmals im Ober-Olmer Wald entdeckt: Die Gottesanbeterin gehört zu den Tieren, die sich aufgrund des Klimawandels immer weiter nach Norden ausbreiten.

Seltene Gottesanbeterin in Mainz gesichtet

Ursprünglich stammt die Gottesanbeterin aus Afrika, denn sie braucht warme Temperaturen zum Leben. Allmählich haben sich die imposanten Insekten über Südeuropa in Richtung Norden verbreitet. In Deutschland kamen sie bis vor wenigen Jahren lediglich in Wärmeinseln wie dem Kaiserstuhl bei Freiburg vor, ist auf der Webseite des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) zu erfahren.

Nun teilte das Forsthaus Ober-Olmer Wald auf seiner Facebookseite mit, dass sie dort vor ein paar Tagen zum ersten Mal gesichtet wurde. Noch steht die Gottesanbeterin in Deutschland, der Schweiz und Österreich als bedrohte Art auf der Roten Liste. Laut NABU wird sie sich aber mit steigenden Temperaturen voraussichtlich immer weiter ausbreiten.

Bei der Paarung wird das Männchen oft verspeist

Die Gottesanbeterin mag sonnige, trockene Gras- und Buschlandschaften. So kann sie auch in Böschungen oder in den Hausgärten auftauchen. Dank ihrer beiden blitzschnellen Fangbeine, die mit Dornen ausgestattet sind, greift sie sich innerhalb von Millisekunden ihre Beute: meist kleine Insekten, ab und zu aber auch Wirbeltiere, wie Frösche, Eidechsen oder Mäuse.

Auffällig an diesem Insekt sind seine Ausmaße: 7,5 Zentimeter lang werden die Körper der Weibchen. Bekannt ist die Gottesanbeterin für ihr außergewöhnliches Paarungsverhalten, denn oft verspeist das Weibchen das kleinere Männchen während oder nach der Paarung. Für Menschen sind die Tiere jedoch ungefährlich, denn weder beißen sie, noch sind sie giftig oder schädlich.

Auch in Mainz selbst wurden schon einzelne Gottesanbeterinnen entdeckt und der NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe gemeldet, zum Beispiel in der Ober- und in der Altstadt.

Logo