Im Sertoriusring leben jetzt 200.000 Bienen mitten im Quartier

Im Sertoriusring in Finthen hat ein Imker mehrere Bienenvölker mit insgesamt 200.000 Bienen angesiedelt - mitten im Wohngebiet.

Im Sertoriusring leben jetzt 200.000 Bienen mitten im Quartier

Auf einen Schlag bekamen die Bewohner im Finther Sertoriusring 200.000 neue Nachbarn. Ein Imker hat acht Bienenvölker direkt im Quartier aufgestellt. „Die Ansiedlung der Insekten ist Teil unserer Nachhaltigkeitsinitiativen“, heißt es von Seiten der GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen. „Wir verfügen im Quartier über große Freiflächen, auf denen nichts blühte“, so Immobilienmanager Markus Wagner. Er ist verantwortlich für das GWH-Quartier in Finthen.

Gemeinsam mit dem Ortsbeirat und dem NABU Mainz und Umgebung hatte die GWH bereits im vergangenen Jahr ein Projekt für mehr Artenvielfalt im Quartier gestartet. Gemeinsam legten sie Blühwiesen an und hängten Vogel-Nistkästen auf. Dabei sollten auch die Bewohner im Quartier mit einbezogen werden. „Daraufhin hat sich unser Mieter und Hobby-Imker Selim Yasdibas gemeldet und vorgeschlagen, auch Bienen anzusiedeln. Diese Initiative haben wir gerne aufgenommen.“

Bedenken, dass die Nachbarschaft angesichts der vielen Bienen nun besonders gefährlich lebt, hat er keine: „Bienen stechen nur im Notfall, meist zur Verteidigung des Stockes oder ihrer Vorräte“, so Wagner. Zudem stünden die Bienenstöcke an einer Stelle etwas abseits der Wohnungen und seien eingezäunt, direkt an einer Blühwiese. Banner am Zaun informieren nun über die neuen Nachbarn. Viele Anwohner bleiben öfter neben den Bienen stehen und beobachten sie, berichtet Wagner.

Neben den Mainzer Bienen verfolgt die GWH bereits ähnliche Projekte in Frankfurt, Kassel, Meerbusch und Leipzig, gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein Stadtbienen e.V.

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