Warum hängen Geldbüchsen in Rüsselsheimer Bussen?

Weil es gerade nicht möglich ist, bei den Fahrern im ÖPNV Tickets zu kaufen, haben sich die Rüsselsheimer Stadtwerke etwas überlegt: Geldbüchsen in den Bussen. Wie das funktioniert, erfahrt Ihr hier.

Warum hängen Geldbüchsen in Rüsselsheimer Bussen?

Wer derzeit mit dem Bus in Rüsselsheim unterwegs ist, dem dürfte etwas aufgefallen sein. Im hinteren Teil der Busse hängen Geldbüchsen, beschriftet mit dem Wort Fahrscheine. Doch was soll das?

Es ist eine provisorische Lösung, um auch Fahrgästen die Möglichkeit zu bieten, eine Einzelfahrkarte im Bus zu kaufen, wie eine Mitteilung der Stadtwerke verrät. „Fahrgäste können den Preis für den Einzelfahrschein in eine Geldbüchse werfen, die an einer der Haltestangen im Bus befestigt ist.“ Denn wegen der Corona-Krise können Fahrscheine nicht mehr beim Fahrer gekauft werden.

Zudem können Fahrgäste, die einen Einzelfahrschein für eine innerstädtische Busfahrt in Rüsselsheim oder nach Flörsheim kaufen möchten, derzeit nur den Fahrscheinautomaten am Rüsselsheimer Bahnhof nutzen. Der Automat kommt allerdings nur für Fahrten in Betracht, die vom Zentralen Omnibusbahnhof aus starten. „Mit dem Bezahlen über die Geldbüchse soll den Menschen eine Zahlungsmöglichkeit angeboten werden, die ordnungsgemäß ihr Fahrtgeld entrichten wollen, aber keine Gelegenheit haben, einen Fahrschein zu lösen“, heißt es weiter.

Eine Quittung könne allerdings nicht ausgestellt werden, so die Stadtwerke. Die Fahrkarte für eine innerstädtische Fahrt kostet 2,30 Euro für Erwachsene und 1,40 Euro für Kinder (bis einschließlich 14 Jahre). Das eingeworfene Geld wird als Fahrgeldeinnahme verbucht und kommt der Stadt Rüsselsheim zu Gute, die den Öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt finanziert und die Stadtwerke Rüsselsheim mit der Umsetzung des Angebots beauftragt hat. (ms)

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