Verstößt die DB Regio gegen Corona-Auflagen?

Seit Mitte März bleiben in vielen Bussen die vorderen Türen zu. Doch gilt diese Regelung nur für Busse der Mainzer Mobilität oder auch der DB Regio AG? Wir haben nachgefragt.

Verstößt die DB Regio gegen Corona-Auflagen?

Wer derzeit im Nahverkehr in Mainz und Umgebung unterwegs ist, weiß, dass man in vielen Bussen nicht beim Fahrer einsteigen darf. Auch die vorderen Sitzreihen sind für die Fahrgäste gesperrt, die Tickets müssen vorab gekauft werden. Die Mainzer Mobilität setzt diese Regelung seit dem 14. März um (wir berichteten). Doch was ist mit den Bussen der DB Regio AG? Merkurist-Leser Marco wunderte sich unlängst, dass hier Fahrgäste auch vorne einsteigen und sogar Tickets kaufen dürfen. Verstößt das Unternehmen damit gegen die Auflagen in der Corona-Krise?

Laut Corona-Bekämpfungsverordnung (Paragraph 10) kann der Ticketverkauf zulässig sein. Leser Thorsten zitiert aus der Verordnung:

Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn AG erklärt, können Fahrgäste der DB Regio tatsächlich wieder vorne beim Fahrer einsteigen und sogar Tickets kaufen. Möglich mache dies eine Schutzfolie an der Fahrerkabine, mit der die gesamte Busflotte des Unternehmens in Mainz und im Umland ausgestattet worden sei. „Die Folie und die Anbringung sind vom TÜV getestet, abgenommen und zertifiziert. So wird sichergestellt, dass alle relevanten Anforderungen für eine sichere Beförderung im Straßenverkehr erfüllt werden“, so der Sprecher.

Den Ticketverkauf im Bus habe man dadurch wieder aufnehmen können. Auch die bislang abgesperrte erste Reihe sowie die vordere Tür seien wieder freigegeben worden. „Das Platzangebot im Bus hat sich dadurch erhöht.“

Im nächsten Schritt werden die Schutzfolien durch Kunststoffscheiben am Fahrerplatz ersetzt. „Die Ausstattung der Fahrzeuge mit Kunststoffscheiben erfolgt aufgrund der Materialknappheit auf dem Markt nach und nach“, sagt der DB-Sprecher abschließend. (mo)

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