S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet besonders oft verspätet

Acht Prozent der Züge zu spät

S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet besonders oft verspätet

Fahrgäste der S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet müssen besonders häufig auf ihre Züge warten. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf die Deutsche Presse Agentur (DPA).

Nur etwa 92 Prozent der Züge waren 2019 pünktlich. Das geht aus Zahlen der Deutschen Bahn hervor. Damit landet das Rhein-Main-Gebiet gemeinsam mit dem Rhein-Neckar-Gebiet im bundesweiten Vergleich hinten. Züge gelten dann als verspätet, wenn sie mindestens sechs Minuten überfällig sind. Zum Vergleich: In Rostock kommen gut 99 Prozent der S-Bahnen pünktlich, in Berlin 98 Prozent.

Ein Grund für die Verspätungen sei, dass die S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet nicht immer auf eigenen Gleisen unterwegs seien, so der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) gegenüber der DPA. Sie müssen sich die Verkehrswege beispielsweise mit Güterzügen teilen. Die Corona-Pandemie hatte aber einen positiven Effekt auf die Pünktlichkeit. Dank einer geringeren Auslastung stiegen die Pünktlichkeitswerte auf bis zu 97 Prozent.

Im Normalbetrieb solle die Pünktlichkeit aber verbessert werden, so der RMV weiter. Dazu könnten Einstiegslotsen und die Anschaffung von 21 zusätzlichen Zügen bis 2023 beitragen. (ms)

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