Katrin Eder: „Bahnhof Schott bietet immense verkehrliche Chance“

Knapp 20 Jahre nach dem ersten Prüfauftrag konkretisieren sich nach und nach die Pläne für den neuen Haltepunkt „Schott“. Was Verkehrsministerium und Stadt dazu sagen.

Katrin Eder: „Bahnhof Schott bietet immense verkehrliche Chance“

Vor nahezu 20 Jahren wurde der erste Prüfauftrag beschlossen. Nun konkretisieren sich nach und nach die Pläne für einen neuen Haltepunkt in Mainz. Mit dem Bahnhof Schott soll das Umsteigen für Pendler in Mainz erleichtert werden.

„Ich glaube, dass dieser neue Bahnhof eine immense verkehrliche Chance bietet“, meint die Mainzer Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne). Aus dem Stand wäre er einer der fünf wichtigsten Bahnhöfe in Rheinland-Pfalz und das Pendant zum Römischen Theater. Deswegen sei der Bahnhof Schott von großer Bedeutung. „Das Land hat sich wahnsinnig dahinter geklemmt, das finde ich richtig toll. Mit der ‘Haltepunkt- Offensive’, die das Land und die Deutsche Bahn ins Leben gerufen haben, fließt viel Geld in die Bahnhöfe. Es war nicht leicht, zu argumentieren, dass Mainz aus diesen Töpfen so viel Geld bekommt. Wir haben aber viele positive Signale bekommen.“

Der Bau des Bahnhofs solle sehr wahrscheinlich im Jahr 2026 beginnen, so Eder. Das bestätigt auch das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau. Dieser Zeitpunkt wurde deswegen gewählt, weil zeitgleich auch der Mainzer Hauptbahnhof auf eine digitale Stellwerkstechnik umgestellt werden solle, so Pressesprecherin Nicola Diehl auf Anfrage von Merkurist. Man wolle die konkreten Planungen zum Bau des Haltepunkts in den nächsten Monaten anstoßen und in die Umbauplanungen am Mainzer Hauptbahnhof integrieren.

Erste Aussagen zu den Kosten des Neubaus, dessen Finanzierung und zu der Ausgestaltung der Station seien erst möglich, wenn die Ergebnisse der Vorentwurfsplanung vorliegen, so Diehl weiter. „Dies gilt auch für die Rahmenbedingungen für die Durchführung der Bauarbeiten, wobei es erklärtes Ziel ist, die Auswirkungen für die Kunden möglichst gering zu halten.“

Eder: „Es gilt, weitschauend im Voraus zu planen“

Wie Katrin Eder gegenüber Merkurist sagt, sei aber klar: „Die Umstellung auf ein digitales Stellwerk bedeutet, dass man für den Umbau ohnehin den Bahnverkehr am Mainzer Hauptbahnhof lahmlegen müsste. Im Zuge dessen würde man dann den Haltepunkt Schott mit aufbauen.“ Wie lange der Bahnverkehr stillgelegt werden müsse, sei aber noch nicht abzusehen. „Da gilt es, weitschauend Jahre im Voraus zu planen.“

Laut Verkehrsministerium dient der neue Haltepunkt vor allem der Verbesserung der Umsteigeverkehre. Besonders im Fokus stehen die Bahnstrecken Mainz-Alzey, Mainz-Wiesbaden sowie Mainz -Bingen/Bad Kreuznach. „Hierdurch werden zum Beispiel für Fahrten aus Rheinhessen nach Wiesbaden deutliche Fahrzeitgewinne möglich. Daneben verbessert Mainz-Schott auch die Erreichbarkeit des westlichen Mainzer Stadtgebietes und ist optimal mit dem Mainzer Stadtverkehr verknüpft“, so Diehl abschließend. (rk)

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