Das Rätsel um „Rolph“ ist gelöst

Es war ein großes Geheimnis. Viele Mainzer haben sich in den letzten Wochen gefragt: Was oder wer ist dieser „Rolph“ von den Werbeplakaten überall in der Stadt? Am Montag wurde das Geheimnis um die Plakate in der Stadt endlich gelüftet.

Das Rätsel um „Rolph“ ist gelöst

Seit Mitte Mai gibt es die große Werbekampagne „Rolph“ in Rheinland-Pfalz. An verschiedenen Plätzen, Straßen und Häusern der Stadt konnten die Mainzer in den vergangenen Wochen die großen Werbeflächen sehen: „Sag Hallo zu Rolph!“ oder „Wer schreibt denn Rolph mit ph?“. Schnell wurde die Neugier geweckt und gefragt, wer oder was hinter „Rolph“ steckt. Am Montag hat der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) bei einer Presseveranstaltung in der Alten Lokhalle zusammen mit den beiden Zweckverbänden "Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord und Süd“" erklärt, was dahintersteckt.

„Rolph“ ist die neue „Dachmarke“ für den öffentlichen Nahverkehr in Rheinland-Pfalz. Es ginge darum, alle Verkehrsverbände in Rheinland-Pfalz in „Rolph“ zu vereinen. Damit sei ein Angebot geschaffen, das neben dem Auto eine volle Mobilität ermögliche, so Wissing. „Wir brauchen eine Stimme, um den Fahrgästen das gesamte Nahverkehrsangebot zu vermitteln und so noch mehr Menschen für den Nahverkehr zu begeistern.“ Mit „Rolph“ hat das Land Rheinland-Pfalz eine neue Plattform in Form einer Webseite und einer App eingeführt. So kämen die Menschen künftig schnell und einfach an Informationen über Busse und Bahnen, erklärt Wissing.

Wofür steht „Rolph“?

Der Name „Rolph“ ist eine Marke. Darin enthalten sind die Initialen des Landes Rheinland-Pfalz (RLP). Das „o“ dient als Symbol für Fortbewegung und Mobilität und das „h“ ist der Buchstabe, der das Ganze zu einem Namen macht. Ziel sei es gewesen, einen Namen zu wählen, mit dem die Menschen den rheinland-pfälzischen Nahverkehr identifizieren können. „Wer sich künftig in Rheinland-Pfalz von A nach B bewegt - der ‘rolpht‘“, so Wissing.

Warum eine neue Marke?

Grund für die Einführung der neuen Marke seien die unübersichtlichen Informationsangebote der verschiedenen Verkehrsverbünde. „Da ist alles sehr kompliziert. Und wenn man keine Routine damit hat, dann ist das abschreckend. Künftig soll unter der Dachmarke ‘Rolph’ ein einheitliches Angebot gemacht werden“, so Wissing. „Rolph will alle Fragen beantworten: Wie komme ich von A nach B? Mit welchem ÖPNV-Angebot? Zu welchen Preisen? Das ist die Zukunft.“ Bisher hieß das Rheinland-Pfalz-Takt - jetzt soll „Rolph“ die Aufgabe übernehmen.

Künftig soll es eine App und eine Webseite zu „Rolph“ geben. Diese geben Auskünfte über Bus- und Bahn-Verbindungen und Ticket-Preise. Außerdem soll es möglich sein, über diese Plattform Tickets zu buchen und zu kaufen. „Rolph“ sei zudem eine Anlaufstelle für Beschwerden, erklärt Martin Haubitz, vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau. So könne man schnell und einfach erfahren, warum Busse und Bahnen ausfallen. Zudem könnten Fahrgäste sich über ihre Fahrgastrechte informieren.

Die Homepage von „Rolph“ ist heute Online gegangen. Alle Anbieter werden ihre Angebote dort veröffentlichen. Momentan arbeite man daran, den Busverkehr im Norden von Rheinland-Pfalz auf die Bahnverbindungen abzustimmen. „Das Ganze wird jetzt von Nord nach Süd gemacht. Weitere Mobilitätsangebote sollen integriert werden, beispielsweise Car-Sharing-Angebote und auch neue E-Mobilitätsangebote. Das alles wird unter der Dachmarke gebündelt und wer eine Frage hat, wendet sich an ‘Rolph’“, erklärt Wissing. (pk)

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