Bekommt das Heiligkreuz-Viertel eine Tram-Anbindung?

Mehrere Tausend Menschen werden in den nächsten Jahren ins Heiligkreuz-Viertel ziehen. Doch wie soll die ÖPNV-Anbindung aussehen? Und wie konkret sind die Pläne für eine neue Straßenbahn-Trasse?

Bekommt das Heiligkreuz-Viertel eine Tram-Anbindung?

Wie kann das Heiligkreuz-Viertel an den ÖPNV angebunden werden? Ab 2022 sollen dort mehrere Tausend Menschen eine neue Heimat finden. Bereits im vergangenen Jahr wurde wegen einer neuen Straßenbahn-Trasse spekuliert. Dafür gibt es laut einem Bericht der Allgemeinen Zeitung von Juni 2019 mehrere Ideen:

  1. In Richtung Hechtsheim könnte es einen Abzweig An der Goldgrube geben, der am Katholischen Klinikum vorbei über die Göttelmannstraße zum Areal führen würde.

  2. Eine Abzweigung am Pariser Tor sei ebenfalls denkbar. Die Trasse könnte dann entlang des Geländes der GFZ-Kaserne und über den Landwehrweg in Richtung Heiligkreuz-Areal laufen.

  3. Außerdem denkbar sei es, an der Kurmainz-Kaserne eine Abzweigung in Richtung Emy-Roeder-Straße zu schaffen und darüber ins Neubaugebiet zu gelangen.

  4. Laut Eder ebenfalls ein Gedankenspiel: ein Abzweig der Gleise am Schillerplatz über die Ludwigstraße und die Weißliliengasse. Von dort aus könnte man per Salvatorstraße die Oberstadt und eben auch das Heiligkreuz-Areal erreichen.

Nun fragt sich Merkurist-Leser Karl, wo genau die Trasse verlaufen solle. Auf Anfrage sagt Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr: „Es sind im Flächennutzungsplan noch keine Trassen festgelegt.“ Zunächst sollen Untersuchungen Hinweise auf die Machbarkeit der Straßenbahnanbindung geben. Grundsätzlich untersuchungsfähig seien hier eine Vielzahl unterschiedlicher Trassen im Gebiet zwischen Pariser Straße / Geschwister-Scholl-Straße auf der einen sowie der Göttelmannstraße auf der anderen Seite, so Peterhanwahr.

„Es liegen zurzeit keine Planungen vor, die Überlegungen stehen noch sehr weit am Anfang. Erst die beabsichtigten Machbarkeitsstudien werden Erkenntnisse bringen“, sagt der Stadtsprecher. Die Verwaltung stelle aber aktuell sicher, dass alle denkbaren Varianten auch weiterhin möglich bleiben, das bedeutet keine Planungs- oder Bauvorhaben vorangetrieben werden, die diese unmöglich machen würden. „Die Verwaltung wird zudem keine Vorfestlegung treffen. Es wird wie schon beim Bau der Mainzelbahn eine umfangreiche Bürgerbeteiligung geben.“ (pk)

Logo