Storchenbabys in Mainz geschlüpft

Seit Kurzem sind die Störche zurück in Mainz, jetzt gibt es den ersten Nachwuchs. Per Webcam kann man zwei Storchenpaare in Laubenheim dabei beobachten, wie sie ihre Babys ausbrüten – zwei sind schon geschlüpft.

Storchenbabys in Mainz geschlüpft

Erst vor kurzem haben 18 Storchenpaare in Laubenheim damit begonnen, ihre Nester zu bauen, jetzt ist der erste Nachwuchs geschlüpft. Die kleinen Storchenbabys werden auf den Hochspannungsmasten in 50 Metern Höhe von ihren Eltern umsorgt – und dabei kann man sie live beobachten.

Die Mainzer Netze haben schon im März bei zwei Brutpaaren eine Webcam installiert, die Tag und Nacht läuft. In dieser Woche konnte man dann das erste Baby live beim Schlüpften beobachten. Mittlerweile streckt schon ein weiteres Küken den Kopf aus dem vorderen Nest. „Es kann nicht mehr lange dauern, bis weitere schlüpfen“, sagt Michael Theurer von den Mainzer Netzen.

Kein ungefährlicher Platz

Mit den Strommasten haben sich die Störche übrigens keinen ganz ungefährlichen Platz ausgesucht, um eine Familie zu gründen. „Es gibt im wahrsten Sinne des Wortes ein gewisses Spannungsfeld“, sagte Ioannis Kombouris, Fachbereichsleiter Instandhaltung Stromanlagen bei den Mainzer Netzen, bereits im vergangenen Jahr gegenüber Merkurist. Denn hängen Äste und Zweige vom Netz herunter, kann es zu einem Überschlag und damit zu Stromstörungen kommen. Deshalb werden, sobald die Nester fertig gebaut sind und noch bevor die Eier gelegt werden, herabhängende Äste abgeschnitten.

Im Herbst werden die Nester dann ganz entfernt, denn im Lauf der Jahre können sie sehr schwer werden – teilweise mehrere hundert Kilogramm – und so die Stahlkonstruktion sowie die Isolatoren an den Masten beschädigen. Bis es soweit ist, kann man die beiden Storchenfamilien aber weiterhin live bei der Familiengründung beobachten.

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