Kennt der „Spiegel“ Christian Baldauf nicht?

Am 14. März will der CDU-Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Christian Baldauf, neuer Ministerpräsident werden. Doch beim renommierten Nachrichtenmagazin „Spiegel“ scheint es so, als würde man den Haupt-Kontrahenten von Malu Dreyer nicht kennen.

Kennt der „Spiegel“ Christian Baldauf nicht?

In aktuellen Umfragen zur Landtagswahl am 14. März liefert sich Christian Baldauf (CDU) mit seiner Partei ein knappes Rennen mit der SPD von Ministerpräsidentin Malu Dreyer. An diesem Freitagabend treffen die beiden Kontrahenten nun in einem TV-Duell aufeinander (wir berichteten) und wollen dabei die Wähler von sich überzeugen. Auch das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ berichtet in einer Ankündigung über dieses Duell. Dabei scheint es es aber nun so, als würde ausgerechnet der profilierte Journalist Markus Feldenkirchen, Autor im „Spiegel“-Hauptstadtbüro, den eventuell künftigen Ministerpräsidenten, Christian Baldauf, gar nicht kennen.

In der Tagesübersicht „Die Lage am Morgen“ mit dem Titel: „Eine neue Regierung bitte!“ heißt es: „In Mainz findet heute Abend ein eventuell spannendes TV-Duell statt. Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz treten Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und ihr Herausforderer von der CDU (den genauen Namen muss ich morgen nachreichen) zum Schlagabtausch an.“ Irritiert von diesem Beitrag reagiert zumindest Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Auf Twitter postet er die Passage des „Spiegel“-Artikels und markiert die entscheidende Stelle in gelber Farbe.

Umgehend folgten auch die ersten Reaktionen auf Heils Tweet. Dabei herrscht Uneinigkeit darüber, ob „Spiegel“-Autor Feldenkirchen tatsächlich nicht Christian Baldauf kennt oder sich es hierbei um einen Seitenhieb auf den CDU-Spitzenkandidaten handelt. So kommentiert User Robert: „Wer einen Text an eine Redaktion mailen kann, der sollte aber eigentlich auch einen Namen googeln können...“ Nutzer Fabi meint: „Es soll glaube ich eher das Problem des Kandidaten Baldauf aufzeigen, nämlich seine Unbekanntheit. Also ganz bewusst so geschrieben.“ User Christian meint dagegen ironisch: „Da hat sich jemand gut vorbereitet, bevor der Artikel veröffentlicht wurde.“ Und „Gurt“ sagt: „Das muss aufgeklärt werden.“

Wie reagiert Christian Baldauf?

Auch die CDU Rheinland-Pfalz hat inzwischen auf den „Spiegel“-Artikel reagiert. Die Partei hat einen Post einer Parteikollegin retweetet, die in ähnlicher Weise den „Spiegel“-Autor Feldenkirchen auf den Arm nimmt: „Der Spiegel-Redakteur (den genauen Namen muss ich morgen nachreichen) wird heute Abend sein türkisenes Wunder erleben.“

Spitzenkandidat Christian Baldauf wird sich indes aufgrund des anstehenden TV-Duells (20:15 Uhr im SWR) nicht mehr zu der Angelegenheit äußern. Dafür nimmt die CDU Rheinland-Pfalz Stellung zu dem „Spiegel“-Artikel. „Herr Feldenkirchen ist jederzeit herzlich eingeladen, unseren Spitzenkandidaten und das Land Rheinland-Pfalz näher kennenzulernen!“, sagt der Sprecher der CDU Rheinland-Pfalz, Markus Lachmann, gegenüber Merkurist.

Und was sagt nun „Spiegel“-Journalist Markus Feldenkirchen zu der Angelegenheit? Auf den Post einer Journalistin: „Soll das so raus, @MFeldenkirchen? Heute im Morgennewsletter von @derspiegel ein Blick hinter die Kulissen, wie ein Newsletter entsteht - oft schon am Abend zuvor“, reagiert Feldenkirchen gelassen. „Natürlich. Und im morgigen Newsletter dann die Nachreichung. Kein Blick hinter die Kulissen“, kommentiert der „Spiegel“-Autor den Tweet, der sich auf seinen Artikel bezog. Somit dürfte also klar sein, dass Feldenkirchen hier kein Fehler unterlaufen ist und er stattdessen bewusst eine Spitze gegen Christian Baldauf setzen wollte.

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