Die Bibliothek der Hochschule Mainz erweitert ihr Angebot um eine „Library of Things“. Ab sofort können Studenten und Mitarbeiter dort nicht nur Medien, sondern auch praktische Alltagsgegenstände, Technik und Werkzeuge ausleihen. Das teilt die Hochschule Mainz mit. Mit dem neuen Angebot will die Hochschule nachhaltiges Handeln stärken, getreu dem Motto: Teilen statt kaufen. Die Auswahl der Gegenstände basiert auf einer Umfrage unter Studenten und Mitarbeitern.
Von der GoPro bis zum Akkuschrauber
Aktuell umfasst das Angebot 102 Gegenstände für Studium, Projekte und Freizeit. Dazu gehören technische Geräte wie eine GoPro-Kamera, ein Presenter mit Pointer oder ein SD-Kartenlesegerät. Für kreative Arbeiten können etwa eine Lichtbox oder Schablonen ausgeliehen werden. Auch Werkzeuge wie Akkuschrauber, Bohrmaschine oder eine Nähmaschine sind Teil des Sortiments, ebenso wie Freizeit-Gegenstände wie Badminton-Sets, ein Zelt oder ein faltbarer Bollerwagen. Einige der Gegenstände stammen aus Spenden von Mitarbeitern.
„Viele Dinge werden nur selten gebraucht. Durch das gemeinsame Ausleihen können Ressourcen sinnvoll genutzt werden, ohne dass jede Person alles selbst anschaffen muss“, sagt Ivana Teronic Oruc, Leiterin der Hochschulbibliothek. „Die Library of Things soll Studierende und Mitarbeitende dabei unterstützen, Ideen unkompliziert umzusetzen und gleichzeitig nachhaltiger zu handeln.“
Nachhaltigkeit auch bei der Einrichtung
Auch bei der Gestaltung des neuen Bereichs wurde auf Nachhaltigkeit geachtet. So fertigten Studenten der Fachrichtung Architektur die Regale aus wiederverwendeten Materialien, zum Beispiel aus Metallbeinen von aussortierten Tischen.
Mit dem Projekt reagiert die Hochschule nach eigenen Angaben auf gesellschaftliche Fragen wie Ressourcenverbrauch, steigende Kosten und nachhaltigen Konsum. Die Bibliothek entwickle sich so weiter zu einem Ort, an dem Menschen nicht nur lernen, sondern auch gemeinsam Dinge ausprobieren und nutzen können.