Weinstanderöffnung: Wie lief das erste Wochenende unter Corona-Auflagen?

Am Freitag öffnete der Kostheimer Weinstand zum ersten Mal in diesem Jahr. Das Weingut Frosch musste dabei viele Corona-Auflagen einhalten. Betreiberin Bärbel Frosch-Brunnenstein erzählt im Merkurist-Gespräch, wie das erste Wochenende ablief.

Weinstanderöffnung: Wie lief das erste Wochenende unter Corona-Auflagen?

Am vergangenen Freitag öffnete Bärbel Frosch-Brunnenstein vom Weingut Frosch den Kostheimer Weinprobierstand zum ersten Mal in diesem Jahr. Die Corona-Pandemie hatte das Antrinken verschoben und sorgte auch für einige Änderungen am Weinstand. Die Besucher mussten sich an Regeln halten, denn es galt vor allem, die Abstands- und Hygienemaßnahmen einzuhalten und keine Gruppen zu bilden.

Der Weinstand in Kostheim war einer der ersten in Wiesbaden, der unter Corona-Auflagen öffnete und könnte damit auch als Vorbild für andere dienen. Im Vorfeld hoffte Betreiberin Frosch-Brunnenstein vor allem auf die Vernunft der Weinfans (wir berichteten). Wie lautet ihr Fazit nach dem ersten Wochenende am Weinstand?

Gäste zeigten sich diszipliniert

„Alle die da waren, waren sehr verständnisvoll und haben sich an die Regeln gehalten.“ - Bärbel Frosch-Brunnenstein, Weingut Frosch

„Es hat alles gut geklappt“, erzählt Frosch-Brunnenstein. „Alle die da waren, waren sehr verständnisvoll und haben sich an die Regeln gehalten.“ Neben den bereits vorher angekündigten Maßnahmen wie Wegeführungen, Abstandsmarkierungen und Plexiglas zwischen Kunde und Team wurde auch eine Glasgrenze eingeführt. So durfte das Weingut höchstens 113 Gläser auf einmal ausgeben, damit sich nicht zu viele Menschen am Weinstand aufhalten und genug Abstand gehalten werden konnte. Außerdem bekam man nur ein Glas Wein, wenn man einen Zettel mit Name und Adresse beim Weingut abgab. So sollen später mögliche Infektionsketten nachvollzogen werden. Nach vier Wochen vernichtet das Weingut die Daten wieder. Erst am Freitagmittag hatte Frosch-Brunnenstein von der neuen Verordnung erfahren, die das Vorlegen solcher Daten zur Pflicht machte.

„Am Kostheimer Weinstand kann es also weitergehen.“ - Bärbel Frosch-Brunnenstein

Auch im Zusammenhang mit diesen neuen Regelungen zeigten sich die allermeisten Besucher des Weinstands in Kostheim verständnisvoll. Lediglich ein Pärchen habe sich am Wochenende lautstark über die Glasgrenze aufgeregt. „Die anderen Leute, die da waren, haben sich aber gleich für uns eingesetzt“, erzählt Frosch-Brunnenstein. Sie ist sehr froh über den Verlauf des Wochenendes und freut sich auf weitere Tage am Weinstand. Auch von Seiten des Ordnungsamts, das vor Ort nach dem Rechten gesehen hat, habe es keine Beanstandungen gegeben. „Es war sehr schön. Wir haben viel positives Feedback bekommen. Am Kostheimer Weinstand kann es also weitergehen.“ (js)

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