Abgestellte Fahrzeuge am Straßenrand in Mainz – was ist erlaubt und was nicht?

Ob Auto oder Anhänger – auch in Mainz sieht man immer wieder Fahrzeuge am Straßenrand stehen, die anscheinend nicht bewegt werden. Ist das erlaubt?

Abgestellte Fahrzeuge am Straßenrand in Mainz – was ist erlaubt und was nicht?

Immer wieder sieht man Fahrzeuge und Anhänger am Straßenrand stehen, die allem Anschein nach nicht bewegt werden. So geht es zum Beispiel Leser Peter. Ihm ist aufgefallen, dass Fahrzeuge des Autohauses Fuhrmeister in Hechtsheim am Straßenrand geparkt werden. Er fragt sich, ob das erlaubt ist.

Dazu gibt es grundsätzliche Regeln. „Fahrzeuge, die angemeldet sind, dürfen überall stehen. Nicht angemeldete Fahrzeuge dürfen nicht auf der Straße abgestellt werden“, erklärt Stadtpressesprecher Ralf Peterhanwahr. Nicht erlaubt sei es, Fahrzeuge abzustellen, die „nicht überwiegend dem Verkehrszweck dienen“, außer man habe eine Sondergenehmigung.

Regeln für abgestellte Anhänger

Bei Anhängern, die ganz ohne Zugfahrzeug geparkt werden, gibt es zusätzliche Regeln. Diese dürfen nicht länger als zwei Wochen in der Stadt abgestellt werden. „Das Gesetz unterscheidet hier nicht zwischen Kraftfahrzeuganhängern mit oder ohne Werbung“, so Peterhanwahr. Um Anhänger abstellen zu dürfen, die ausschließlich für Werbung genutzt werden, brauche man jedoch eine Sondergenehmigung. Im Rahmen ihrer regelmäßigen Verkehrskontrollen richte die Stadt ihren Blick prinzipiell besonders auf abgestellte Anhänger. Nach Ablauf der zwei Wochen werden ein Ordnungswidrigkeiten- und ein Anhörungsverfahren eingeleitet. Ist der Anhänger eine Woche nach der Anhörung noch immer da, wird damit gedroht, ihn kostenpflichtig abzuschleppen. „Hierbei musste in den letzten Jahren keine Abschleppmaßnahme durchgeführt werden, da die Anhänger zu diesem Zeitpunkt entfernt waren“, so Peterhanwahr.

Im Fall des Autohauses Fuhrmeister in Hechtsheim könne man die Frage danach, ob die Fahrzeuge am Straßenrand stehen dürfen, leicht beantworten, wie ein Sprecher erklärt. Bei den Fahrzeugen handele es sich um Dienstwagen der rund 60 Mitarbeiter. Ein Teil von ihnen fahre die im Autohaus vertretenen Marken zusätzlich auch privat.

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