Der Flohmarkt vor der Haustür

Schnäppchen jagen, Trödel durchstöbern und die Nachbarschaft kennenlernen: Ab Mai finden in der Alt- und Neustadt erstmalig die "Mainzer Hofflohmärkte" statt, die den Besuchern einen Blick hinter die Häuserfassaden ermöglichen.

Der Flohmarkt vor der Haustür

Am Rheinufer, auf dem Campus oder kommenden Samstag im Museum für Antike Schiffahrt: Im Frühling gibt es in Mainz und Umgebung viele Flohmärkte. Ab Mai gibt es in der Neu- und Altstadt die Mainzer Hofflohmärkte.

Der Flohmarkt vor der Haustür

Den Flohmarkt direkt vor die Tür zu holen, ist die Idee hinter den Hofflohmärkten, die im Mai und August erstmals in Mainz stattfinden sollen. Veranstaltet werden sie vom Verein „Für Mainz“. „Die Idee ist vor allem aus zwei Aspekten entstanden: Nachhaltigkeit und Gemeinschaft“, so Frau Hartwig, die die Flohmärkte organisiert. „Auf den Dachböden und Kellern so mancher Mainzer schlummern längst vergessene Schätze, die sich freuen, wieder ans Tageslicht zu kommen.“

Müllvermeidung und nachhaltiger Konsum sind zwei Ideen hinter den Hofflohmärkten, vor allem sollen sie aber Gemeinschaftsgefühl und Nachbarschaft stärken. „In manchen Häusern bestehen die Kontakte zu den Nachbarn und Mitbewohnern nur aus kurzen Treppenhausbekanntschaften“, so Hartwig. Die Veranstaltung soll den Hausbewohnern die Gelegenheit geben, ins Gespräch zu kommen und neue Bekanntschaften zu knüpfen.

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„Die Besucher können durch das Stadtviertel schlendern und dieses dabei ganz neu entdecken.“ - Frau Hartwig, Organisatorin

Auch über die eigene Hausgemeinschaft hinaus, denn während des Hofflohmarktes haben die Besucher neben dem Kauf die Möglichkeit, hinter die Fassaden der Häuser zu schauen und die Hinterhöfe und Gärten der Nachbarn zu besuchen. „Die Besucher können durch das Stadtviertel schlendern und dieses dabei ganz neu entdecken. Somit wird nicht nur die Hausgemeinschaft gestärkt, sondern zudem die Vernetzung in einer Straße beziehungsweise im Stadtviertel gefördert“, erklärt Hartwig. Dazu sollen einige Ateliers öffnen. Auch Künstler, Musiker und gemeinnützige Vereine, die Lust haben, sich zu präsentieren, können die Veranstalter kontaktieren.

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Bummeln mit System

Wer als Verkäufer teilnehmen möchte, muss zuerst das Einverständnis des Hauseigentümers und der Hausverwaltung einholen und sich dann mit der Hausgemeinschaft absprechen. Die Stände sollen nur auf dem hauseigenen Grundstück aufgebaut werden, öffentliche Flächen wie Bürgersteige dürfen nicht benutzt werden.

„Wer keinen Hof im klassischen Sinn hat, kann auch je nach Möglichkeit im Hauseingang, im Vorhof oder in der hauseigenen Einfahrt seine Stände aufbauen.“ - Frau Hartwig

„Wer keinen Hof im klassischen Sinn hat, kann auch je nach Möglichkeit im Hauseingang, im Vorhof oder in der hauseigenen Einfahrt seine Stände aufbauen“, sagt Hartwig. „Solange es nicht öffentliche Flächen sind, ist alles erlaubt, wenn die Hausgemeinschaft und die Verwaltung zustimmt.“

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Damit die Besucher wissen, welche Hinterhöfe zum Stöbern geöffnet sind, soll eine Woche vor dem Flohmarkt eine Übersichtskarte mit allen teilnehmenden Hausgemeinschaften zum Download online veröffentlicht und in Geschäften, Cafés und Bars ausgelegt werden. „Zusätzlich werden alle teilnehmenden Höfe am Tag der Veranstaltung mit einem bunten Überraschungshinweis am Hauseingang gekennzeichnet, damit schon von weitem ersichtlich ist, hier darf gerne eingetreten und entdeckt werden“, so Hartwig.   Die Flohmärkte finden am 26. Mai und am 11. August in der Neustadt, und am 25. August in der Altstadt jeweils von 10 bis 16 Uhr statt. Das Anmeldeformular, ein Musteranschreiben für Hauseigentümer und -verwaltung, Tipps und weitere Informationen gibt es online auf der Homepage und auf der Facebookseite.

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