Diese Nachricht von Montagabend kam sogar für die Parteigenossen überraschend: Der Stadtrat Giovanni Rappa, der zudem stellvertretender Ortsvorsteher in Gonsenheim ist, ist von der SPD zur CDU gewechselt. Wie er mitteilte, ist er aus der SPD ausgetreten und direkt Mitglied der CDU geworden.
Er habe seine politische Heimat und seine Grundüberzeugungen nun bei der Mainzer CDU gefunden, insbesondere im Bereich der Sicherheitspolitik, so Rappa in der Begründung. Die Entscheidung sei bewusst kurz vor der Landtagswahl im März gefallen. Gleichzeitig sagte er, dass er seine Ämter als Stadtrat in Mainz und als stellvertretender Ortsvorsteher in Gonsenheim beibehalten wolle (wir berichteten).
Mainzer SPD zeigt sich „irritiert“
Am Morgen danach zeigt sich die Mainzer SPD „irritiert“ über das Verhalten Rappas und seinen plötzlichen Parteiwechsel „ohne Vorankündigung und ohne Gespräch oder auch Diskussion“, so Mareike von Jungenfeld, Geschäftsführerin der SPD Mainz und SPD Mainz-Bingen. Man respektiere die Entscheidung, fordere aber, dass er sein Mandat zurückgibt, da er damals über die SPD-Liste gewählt worden sei. „Das gebietet der Anstand“, so Jungenfeldt weiter.
Die CDU-Stadtratsfraktion indes teilte noch am Montagabend mit, dass sie Rappa „gerne in der Partei aufnimmt“. Die Zustimmung sei innerhalb der Fraktion einstimmig getroffen worden. „Nach unserer Einschätzung hat sich Giovanni Rappa seine Entscheidung zu einem Parteiwechsel nicht leicht gemacht. Als Volkspartei sind wir bewusst offen für eine große Breite an Mitgliedern und Positionen, die wir zum Wohle aller zusammenbringen wollen“, so der Vorsitzende Ludwig Holle.
Besonders freut sich Landtagskandidat Torsten Rohe, der Vorsitzender der Gonsenheimer CDU ist. „Giovanni Rappa und ich arbeiten bereits lösungsorientiert und harmonisch im Gonsenheimer Ortsbeirat zusammen,“ so Rohe in einer Erklärung.