Boehringer beendet Zusammenarbeit mit Tierversuchslabor

Vorwürfe gegen Tierversuchslabor LPT

Boehringer beendet Zusammenarbeit mit Tierversuchslabor

Das Ingelheimer Pharmaunternehmen Boehringer hat seine Zusammenarbeit mit dem Tierversuchslabor „Laboratory of Pharmacology and Toxicology“ (LPT) beendet. Das teilte das Unternehmen in einem Facebook-Post mit. Grund dafür war die aktuelle Diskussion um den Umgang mit Tieren in dem Labor.

Die ARD-Sendung „Fakt“ hatte im Oktober Bilder von Tierschützern aus dem privaten Tierversuchslabor LPT in Mienenbüttel bei Hamburg gezeigt. Blutende Hunde, gefesselte Affen und fixierte Katzen waren in den Videoaufnahmen zu sehen.

Daraufhin zogen einige große Pharmakonzerne Konsequenzen - so auch das Ingelheimer Unternehmen Boehringer. In einem Facebook-Post des Unternehmens vom 5. November heißt es: „Die aktuelle Diskussion rund um das Tierversuchslabor LPT hat viele Menschen sehr bewegt, auch uns.“ Denn Versuchstiere dürften nicht unnötigen Belastungen und Leid ausgesetzt werden. Man habe vereinzelt mit LPT zusammengearbeitet, die Zusammenarbeit jedoch aktuell beendet und werde die Ergebnisse der laufenden Untersuchung gegen LPT abwarten. Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt.

Mittlerweile hat wohl auch LPT reagiert. Dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) liege ein internes Schreiben vor, nach dem LPT mit der zuständigen Behörde vereinbart habe, die Tests mit Hunden, Katzen und Affen zu beenden. Zu Ende geführt werde allerdings noch eine große Affenstudie für die Firma Merck. Der Termin für die Schließung sei der 29. Februar 2020. (rk)

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