Nach Amok-Alarm: 40 Personen in Hochschule eingeschlossen

Auch in Banken nach dem Stromausfall Alarm ausgelöst

Nach Amok-Alarm: 40 Personen in Hochschule eingeschlossen

Vermutlich hat der Stromausfall in Mainz und Wiesbaden (wir berichteten) zu dem Amok-Alarm an der Hochschule Mainz geführt. Das bestätigt Polizei-Pressesprecher Rinaldo Roberto im Gespräch mit Merkurist.

Der Alarm wurde gegen 7:20 Uhr ausgelöst. Die Alarmanlage funktionierte wie in einem Amokfall und verriegelte alle Türen. Etwa 40 Studenten und Mitarbeiter, die bereits in Hörsälen und Büros waren, wurden eingeschlossen und mussten darauf warten, von der Polizei befreit zu werden. Da die Mainzer Polizei auch in diesem Fall zunächst von einem echten Alarm ausgeht, wurde jede Etage durchsucht und jeder Raum überprüft. Dabei waren die Polizisten mit Helm und Körperschutz ausgestattet und führten auch Maschinenpistolen mit. Es dauerte fast zwei Stunden, bis alle eingeschlossenen Personen die Räume wieder verlassen konnten. Die Vorlesungen an der Hochschule Mainz begannen erst gegen 11:15 Uhr.

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Weitere Alarme ausgelöst

Gleichzeitig war die Polizei Mainz damit beschäftigt, weitere Gebäudealarme zu überprüfen. Technisch reagieren bestimmte Alarmanalagen auf eine Unterbrechung der Stromzufuhr und lösen so den Alarm aus. So wurden an zahlreichen Gebäuden, insbesondere bei zwei Banken, Einbruchsalarme ausgelöst. Um echte Alarme auszuschließen, prüfte die Mainzer Polizei jeden einzelnen Vorfall und konnte auch in jedem Fall die Alarmauslösung auf den Stromausfall zurückführen.

Bereits ab 7:07 Uhr war es zu Ausfällen verschiedener Ampelanlagen in der Stadt gekommen. Obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits der Berufsverkehr eingesetzt hatte, gingen die Behinderungen und Verzögerungen aus Sicht der Polizei kaum über die täglichen Einschränkungen im Berufsverkehr hinaus. Die Verkehrsteilnehmer seien in weiten Teilen der Stadt besonnen und rücksichtsvoll damit umgegangen und hätten dazu beigetragen, dass es in dieser Phase zu keinen Verkehrsunfällen kam.

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