Nach Anzeige: Mockridge darf Mainzer Polizei „gerne besuchen“

Wendung im Fall Mockridge

Nach Anzeige: Mockridge darf Mainzer Polizei „gerne besuchen“

Der Comedian Luke Mockridge muss nach seinem Fernsehgarten-Auftritt jetzt doch kein juristisches Nachspiel befürchten. Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, dass Mockridge nach seinem Auftritt im Fernsehgarten (wir berichteten) von einem Zuschauer angezeigt wurde und den Anhörungsbogen der Mainzer Polizei in seiner Sendung ausgefüllt hatte.

Der Sprecher der Mainzer Polizei Rinaldo Roberto bestätigt gegenüber Merkurist, dass die Anzeige wegen Beleidigung vorliegt. Ein Berliner Bürger (58) hatte die Anzeige gestellt, die über die Onlinewache der Berliner Polizei eingegangen war. Weil der ZDF Fernsehgarten auf dem Mainzer Lerchenberg produziert wird, wird die Strafanzeige aber von der Polizei Mainz bearbeitet. Diese hatte daraufhin zwei Anhörungsbögen abgeschickt. Einen an Mockridge, der ihn nun öffentlichkeitswirksam in seiner Show ausfüllte.

Bürger verzichtet auf Strafantrag

Der andere Bogen ging an den Antragssteller. Doch jetzt die Wende: Der Antragssteller verzichtet auf die Stellung eines Strafantrages. Damit ist der Fall für die Mainzer Polizei erledigt. „Die Anzeige geht jetzt unbearbeitet an die Staatsanwaltschaft - und der Fall wird voraussichtlich eingestellt“, so Roberto. „Bisher weiß Luke Mockridge aber noch nichts davon.“

Ob Mockridge dennoch persönlich bei der Mainzer Polizei vorbeischaut, wie er in seiner Sendung angekündigt hatte, ist unklar. Roberto hätte auf jeden Fall nichts dagegen. „Er kann uns wie jeder andere auch gerne besuchen - und bekommt sogar einen Kaffee.“ (ms)

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