Demonstration gegen Rechtsextremismus in Mainz geplant

Als Reaktion auf das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt ist am Samstag eine Demonstration in Mainz geplant. Die Initiative „Mainz for Democracy“ ruft zum Protest gegen Rechtsextremismus auf.

Demonstration gegen Rechtsextremismus in Mainz geplant

Nach dem starken Abschneiden der AfD in Sachsen-Anhalt wird es auch in Mainz eine Demonstration geben. Das teilt die Initiative „Mainz for Democracy“ mit.

Die überparteiliche Demonstration für Demokratie und gegen Rechtsextremismus soll am kommenden Samstag, 12. September, um 12:30 Uhr.

Update: Neuer Startpunkt

Wegen des hohen Personenaufkommens durch das Fußballspiel und anderer angemeldeter Versammlungen startet die Kundgebung um 12:30 auf der Grünfläche an der Kaiserstraße (hinter dem Standesamt). Von dort zieht die Demo über Bahnhofstraße, Münsterplatz, Große Bleiche, Flachsmarktstraße und Schusterstraße auf den Gutenbergplatz, wo er sich um 14 Uhr der PRÜF-Kundgebung anschließt.

„Zum ersten Mal seit 1945 könnte eine rechtsextreme Partei eine Landesregierung anführen“, sagt Thomas Klisch von Mainz for Democracy. „In Sachsen-Anhalt droht eine Partei an die Macht zu kommen, die den Rechtsstaat abschaffen, die Gewaltenteilung aushöhlen und Minderheiten ihre Grundrechte verwehren will. Das können wir nicht hinnehmen.“

Die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt würden die Gefahr von Rechts verdeutlichen, ergänzt Dirk Einspänner von der Initiative. „Das macht viele von uns fassungslos und wütend. Was mir Hoffnung gibt: In ganz Deutschland kommen Menschen zusammen, um klarzustellen: Bis hier und nicht weiter.“

Appell an die Parteien

Vor diesem Hintergrund fordern die Veranstalter alle Parteien auf, eine Regierung mit der AfD auszuschließen. Insbesondere wird dabei das BSW genannt. Die Organisatoren weisen darauf hin, dass auch die NSDAP keine eigene Mehrheit erreicht habe, sondern nur durch die Unterstützung anderer Parteien an die Macht kommen konnte.

Alle Mainzer seien eingeladen, sich dem Protest anzuschließen und ihre Solidarität mit der Zivilgesellschaft in Sachsen-Anhalt auszudrücken.