Rede des Obermessdieners wird zum Internet-Hit

Ein „Mainz bleibt Mainz“-Redner sorgte nach der Sitzung für ein großes mediales Echo: Obermessdiener Andreas Schmitt. Mit seinen Aussagen zu rechten Hetzern erhielt er vor allem in den sozialen Medien große Zustimmung - darunter auch von Prominenten.

Rede des Obermessdieners wird zum Internet-Hit

Diskutiert über die Stars der Fastnachtsshow „Mainz bleibt Mainz“ wurde schon den ganzen Freitagabend über im Internet. Am Tag nach der Sendung stand aber vor allem ein Redner im Fokus: Obermessdiener Andreas Schmitt. Für seine Büttenrede, in der er sich klar gegen AfD und rechte Gewalt aussprach, wurde er von vielen Leuten gefeiert. Selbst einige Prominente waren von Schmitts Rede beeindruckt.

„Mainz ist weltoffen“

In Richtung der AfD sagte Schmitt: „Demokratie beibringen, den Pommeranze, eher lernste ne Wildsau Lambada tanze.“ Dann ging Schmitt in seinem Vortag auf den Terror von Hanau ein. In diesem Zusammenhang richtete er auch deutliche Worte an Rechtspopulisten: „Die Morde von Hanau, die Schüsse auf die Synagoge in Halle - ob Juden, Christen, Muslime, das war ein Angriff auf alle. Wir leben hier zusammen, die Demokratie wird triumphieren, dieses Land werdet ihr niemals regieren“, sagte er als Obermessdiener. Dafür gab es im Saal „Standing Ovations“.

„Mainz ist weltoffen, ihr nehmt uns die Freiheit nicht. Solltet ihr für jedes Naziopfer eine Schweigeminute gestalte, müsstet ihr 38 Jahr' lang eure Schandmäuler halte.“ - Obermessdiener

Und auch Satiriker Jan Böhmermann gefiel Schmitts Rede. Auf seinem Twitter-Account teilte er ein Video mit einem Ausschnitt der Rede. Ebenfalls zollte YouTuber Rezo Schmitt großen Respekt. Er twitterte: „Wenn die Lines an Karneval mehr hitten als die Lines der halben Deutschrap-Szene. Nicer Typ.“ Und Moderator und Autor Micky Beisenherz twitterte: „Wie absolut verrückt diese Zeiten sind, erkenne ich daran, dass ich plötzlich anfange, Büttenreden zu teilen.“ Auch beim „Stern“, „Focus“ und „Spiegel“ oder auch der „Frankfurter Rundschau“ ist die Rede Schmitts ein großes Thema.

Doch auch wenn viele die Rede Schmitts lobten, gab es auch Kritik an seinem Vortag. Ein Facebook-Nutzer schrieb: „Unmöglich diese Hetze gegen die, solche Redner nehme ich nicht ernst.“ Ein weiterer Zuschauer kritisierte auf Twitter: „Früher haben sich Karnevalisten noch mit den Regierenden angelegt und auf satirische Art die Politik kritisiert. Heute wird einfach nach DDR-Manier direkte Staatspropaganda betrieben und gehetzt, beleidigt und verleumdet.“ (df)

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