Mainzer Weihnachtsmarkt: Wie Besucher auf Anschlag in Magdeburg reagierten

Trotz des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg mit mehreren Toten blieb der Mainzer Weihnachtsmarkt geöffnet. Die Marktbeschicker berichten von einer besonderen Stimmung unter den Besuchern und Reaktionen auf die Amokfahrt.

Mainzer Weihnachtsmarkt: Wie Besucher auf Anschlag in Magdeburg reagierten

Zum Ende des Mainzer Weihnachtsmarkts haben die Marktbeschicker ein positives Fazit gezogen (wir berichteten). Doch trotz des guten Verlaufs überschattete der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt auch das letzte Mainzer Markt-Wochenende. Im Gespräch mit Merkurist schildert der Vorsitzende der Mainzer Marktbeschicker, Marco Sottile, wie das Attentat an den Ständen in Mainz aufgenommen wurde.

Schon direkt nach dem Anschlag in Sachsen-Anhalt kündigte der Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase an, dass der Mainzer Weihnachtsmarkt weiterhin geöffnet bleiben sollte (wir berichteten). Diese Entscheidung sei nach einem Abstimmungsgespräch mit Feuerwehr, Ordnungsamt und Polizei einvernehmlich festgelegt worden.

Dafür wurde die Präsenz und die „Ansprechbarkeit“ der Polizei an den letzten Markttagen noch einmal erhöht. Um den Opfern der Amokfahrt zu gedenken, gab es auf dem Weihnachtsmarkt am Samstagabend eine Schweigeminute. Viele Stände schalteten zudem in diesem Moment ihre Beleuchtung ab.

Viele Gespräche

Wie Sottile sagt, sei der Anschlag in Magdeburg auch Thema an den Buden gewesen. Häufig sei er darüber mit den Mainzern ins Gespräch gekommen. Einen Besucherrückgang habe man in Mainz deswegen aber überhaupt nicht feststellen können.

Im Gegenteil: Das Wochenende sei noch einmal sehr stark besucht gewesen. „Unter den Leuten war sozusagen eine ‘Jetzt-erst-recht-Stimmung’ zu spüren“, sagt Sottile. Tenor sei gewesen, dass man sich von dem Terror auf keinen Fall einschüchtern lassen wolle.