Für die insolvente Mainzer Baufirma Karrié und ihre Tochtergesellschaft gibt es eine Zukunft. Wie die zuständige Restrukturierungskanzlei BBL mitteilt, werden alle rund 320 Mitarbeitenden übernommen.
Die ZECH Bau SE und die Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, beides Tochtergesellschaften der Zech Group aus Bremen, haben einen Vertrag zur Übernahme der Mitarbeiter sowie des beweglichen Anlagevermögens der Karrié Baugesellschaft und der Karrié Bauwerkserhaltung unterzeichnet.
„Wir freuen uns sehr über die schnelle Umsetzung dieser Lösung, mit der die Betriebsstandorte beider Gesellschaften und alle 320 Arbeitsplätze erhalten bleiben“, so der vorläufige Insolvenzverwalter, Götz Lautenbach. Mit der Übernahme will die Zech Group ihre Kompetenzen im Hochbau und in der Bauwerkserhaltung stärken und ihre regionale Präsenz ausbauen.
Betrieb lief seit Herbst 2025 weiter
Der Vertrag für die Karrié Bauwerkserhaltung GmbH wurde bereits am Freitag, den 2. Januar 2026, unterzeichnet. Die Unterzeichnung für die Karrié Bau GmbH soll mit der Insolvenzeröffnung am 2. Februar 2026 folgen. Die Zustimmung des Gläubigerausschusses wird für diesen Tag erwartet.
Das Amtsgericht Mainz hatte am 20. Oktober und am 3. November 2025 die vorläufige Insolvenzverwaltung für die beiden Karrié-Gesellschaften angeordnet. Seitdem wurde der Betrieb der Unternehmen fortgeführt, bestehende Aufträge weiter ausgeführt und neue angebahnt. Die beiden Gesellschaften mit Sitz in Mainz und weiteren Geschäftsstellen unter anderem in München, Stuttgart und Hamburg erzielten im letzten Geschäftsjahr zusammen einen Umsatz von rund 77 Millionen Euro.