Luca Kilian über Hygiene-Demos: „Habe überhaupt kein Verständnis dafür“

Im März war Luca Kilian der erste Bundesligaspieler, der mit dem Coronavirus infiziert war. Wegen seines schwerwiegenderen Verlaufs zeigt er nun kein Verständnis für Hygienedemos.

Luca Kilian über Hygiene-Demos: „Habe überhaupt kein Verständnis dafür“

Anfang August wechselte Verteidiger Luca Kilian vom Bundesliga-Absteiger SC Paderborn zum FSV Mainz 05. Im März war er der erste Bundesligaprofi, der sich mit dem Coronavirus infizierte. Und genau deshalb reagiert er auf Hygienedemos, die die Corona-Schutzmaßnahmen der Bundesregierung kritisieren, irritiert.

Während seines derzeitigen Aufenthalts bei der U21-Nationalmannschaft sprach Kilian mit dem Sportmedium „ran“ - im Interview sagte er: „Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass so viele Menschen für solche Demonstrationen zusammenkommen. Und das ohne Masken und ohne Abstand zu halten. Dafür habe ich, als jemand, der mit Covid-19 infiziert war, wirklich überhaupt kein Verständnis.“

„Es hat mich damals schon ziemlich heftig zerlegt.“ - Luca Kilian über seine Corona-Infektion

Seinen Krankheitsverlauf im März beschreibt der 21-Jährige als „schwerwiegender“. Weiter sagte Kilian gegenüber „ran“: „Es hat mich damals schon ziemlich heftig zerlegt.“ Er habe unter Fieber, Schüttelfrost, Schnupfen, Husten und Gliederschmerzen gelitten, Spätfolgen seien ihm aber erspart geblieben. „Damals hatten ja weder die Mediziner noch die Virologen die Erkenntnisse, die sie heute haben. Niemand wusste so recht, wie man mit Covid-19 umzugehen hat. Ich habe mich damals einfach ins Bett gelegt, mir sehr viel Ruhe gegönnt.“ Nach 10 bis 14 Tagen sei er dann frei von Symptomen gewesen.

Wie Kilian weiter gegenüber „ran“ erklärt, habe er für sich eine wichtige Erkenntnis aus der Corona-Infektion mitgenommen: „…dass ich jetzt sehr penibel auf die Hygienemaßnahmen achte.“ (df)

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