Wird es in Rheinland-Pfalz die Maskenpflicht im Klassenzimmer geben?

Nicht mehr lange und der Regelbetrieb an rheinland-pfälzischen Schulen beginnt. In Nordrhein-Westfalen müssen Schüler auch im Unterricht Maske tragen. Ist das auch in Rheinland-Pfalz geplant?

Wird es in Rheinland-Pfalz die Maskenpflicht im Klassenzimmer geben?

Noch sind in Rheinland-Pfalz Sommerferien. In knapp zwei Wochen kehren die Schüler in die Schulen zurück und der Regelbetrieb soll trotz Corona-Pandemie laufen. In Nordrhein-Westfalen wurde, zumindest vorübergehend, eine Maskenpflicht in den Klassenzimmern eingeführt. Ist das auch in Rheinland-Pfalz geplant?

Nein, sagt ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums gegenüber Merkurist. Einen Hygieneplan für den Regelbetrieb in Schulen gibt es bereits, er gilt seit dem 1. August. Dieser sieht das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in den Fluren, Gängen und Treppenhäusern, in der Aula, beim Einkauf am Schulkiosk sowie in der Mensa vor. In den Klassenzimmern sowie in Sanitärräumen müssen keine Alltagsmasken getragen werden. „Eine darüber hinausgehende Maskenpflicht im Unterricht - wie in Nordrhein-Westfalen - wollen wir nicht. Nichtsdestotrotz findet zwischen unserem Haus und Gesundheitsexperten ein ständiger Austausch statt und es werden neue Sachstände und Ergebnisse diskutiert und bewertet“, so der Sprecher.

Leopoldina empfiehlt Maskenpflicht im Unterricht

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt allerdings, dass Schüler von der fünften Klasse an im Unterricht Masken tragen sollten. Die Pflicht soll dann gelten, wenn im Klassenraum nicht genügend Abstand eingehalten werden kann. Für jüngere Schulkinder sei es hingegen ausreichend, wenn sie nur außerhalb der Unterrichtsräume eine Maske tragen würden, so die Akademie in einer Stellungnahme am Mittwoch (5. August).

Außer der Maskenpflicht in Klassenräumen für Kinder ab der fünften Klasse empfiehlt die Leopoldina auch, dass keine größeren Gruppenveranstaltungen stattfinden sollen. Außerdem sprechen sich die Wissenschaftler dafür aus, „überall, wo dies umsetzbar ist“, kleine, feste Kontaktgruppen einzurichten. Die Gruppen sollen untereinander so wenig Kontakt wie möglich haben, um eine Ansteckungsgefahr zu verringern und Infektionsketten besser nachvollziehen zu können.

In Rheinland-Pfalz soll das Infektionsgeschehen sehr genau beobachtet werden. Außer einem Regelbetrieb sind laut einem Schreiben des Bildungsministeriums an die Schulleiter zwei Szenarien denkbar. Bei einem größeren Ausbruch von Covid-19 könnten Schulschließungen die Folge sein. Außerdem ist ein Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht („Home Schooling“) möglich.

Den Hygieneplan für Schulen in Rheinland-Pfalz findet Ihr hier. (pk)

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