Schwarz knallhart: „Du fährst nach Hause und schämst dich“

Nach dem verheerenden 0:8 bei RB Leipzig am vergangenen Samstag steigt der Druck auf Mainz-Trainer Sandro Schwarz. Am Dienstag nahm dieser kein Blatt vor den Mund und sprach Klartext.

Schwarz knallhart: „Du fährst nach Hause und schämst dich“

So eine Klatsche hatte der FSV Mainz 05 in seiner Bundesligageschichte noch nicht erlebt. Am vergangenen Samstag kamen die 05er bei RB Leipzig mit 0:8 unter die Räder - Rekordniederlage in der Mainzer Bundesligageschichte. Auch am Dienstag schob 05-Trainer Sandro Schwarz noch Frust, wie er in einer Medienrunde den Journalisten verriet.

„Du fährst nach Hause und schämst dich“ - Sandro Schwarz

„Es fühlt sich immer noch schlecht an, was am Samstag abgelaufen ist. Das ist nicht in zwei, drei Tagen aus den Kleidern raus, denn es geht ins Peinliche und Beschämende, wie wir uns dort gerade ab der 25. Minute präsentiert haben“, so Schwarz deutlich. Nach dem Debakel in Leipzig habe es zwei Tage länger als üblich gedauert, um den Frust der Niederlage zu verdauen. „Weil es brutal weh tut, wenn du so etwas über dich ergehen lässt. Du fährst nach Hause und schämst dich. Das tut jetzt noch weh, wenn du zum Training kommst und siehst in die Gesichter, auch in die Gesichter der Fans, die da stehen. Ich habe selbst ein schlechtes Gefühl, weil es in meiner Vorstellung nicht denkbar war, dass wir so unter die Räder kommen könnten.“

Keine einfache Entschuldigung

Von einer verbalen Entschuldigung bei den eigenen Fans hält Schwarz übrigens ziemlich wenig: „Unsere Entschuldigung wird nicht in Worten erfolgen, sondern mit Leistung auf dem Platz. Das ist der einzige Maßstab, um wirklich alle zufriedenstellen zu können.“ Im Heimspiel gegen Aufsteiger Union Berlin am kommenden Samstag gelte es, „eine Reaktion auf das zu zeigen, was wir in Leipzig nach dem zweiten Gegentor abgeliefert haben“.

Auf die Frage, warum das Mainzer Team am Samstag so dermaßen unterging, gab Schwarz folgende Antwort: „Sie verliert den Kopf in bestimmten Situationen und du denkst: 'Was veranstalten sie da?' Du siehst es an den Bildern. Jeder einzelne ist dann so mit sich selbst beschäftigt, dass es keine fließenden Abläufe in der Gruppe mehr gibt.“ Entscheidend sei immer das „Wie“, egal gegen wen sein Team spiele, so Schwarz. „Wenn das Wie nicht stimmt, hat das wenig mit dem zu tun, was wir auf dem Platz sehen wollen.“

„Wir müssen jetzt gegen Berlin den Beweis antreten, wie man mit einer solchen Niederlage umgehen kann und umgehen muss.“ - Sandro Schwarz

Vor dem kommenden Heimspiel formuliert Schwarz das Ziel deutlich: „Wir müssen jetzt gegen Berlin den Beweis antreten, wie man mit einer solchen Niederlage umgehen kann und umgehen muss. (rk)

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